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Wissen, Glaube und Tod

27.08.2006 - Nadja von Ah (IAF) im Gespräch mit dem Astrologen Edgar Valentin Flückiger 


Edgar Valentin Flückiger

Frage: Am Donnerstag (24. August 06) wurde dem Planeten Pluto von der 1919 gegründeten Astronomischen Union der Planetenstatus entzogen. Pluto soll künftig nur noch ein Kleinplanet sein. Was bedeutet das und welche Auswirkungen hat das für die Astrologie? 

Antwort: Ich habe Emails erhalten, diesen aber keine grosse Beachtung geschenkt, es steht ja soviel geschrieben. Genauer habe ich das erst heute von ihnen erfahren und sie haben es wahrscheinlich aus den Medien geholt. Wenn es so ist und Sie mich fragen, was das für die Astrologie bedeuten soll, kann man nur feststellen, dass selbst Planeten vor der Definitionsmacht nicht gefeit sind. Aber der Pluto bleibt trotzdem am Himmel, er kreist weiter im All. 

Frage: Er ist jetzt ein Zwergplanet unter Riesen. 

Antwort: Das ist er mit Sicherheit für die Astrologie nicht. Pluto ist ein Riese an Wirksamkeit, jeder ist seinem Einfluss ausgeliefert. Seine Bedeutsamkeit ist nun sogar gestiegen. Und unsere menschliche Bedeutung nimmt weiter ab dadurch. Das ist der folgerichtige Lauf der Dinge auf Erden. 

Frage: Könnte man auch sagen, dass das "Böse" - das Pluto vertritt - an Bedeutung verliert oder gewinnt?

Antwort: Wie kommen sie denn da drauf, dass Pluto das "Böse" manifestiert? Pluto war und ist der mildeste Herrscher der Mythen. Ein Planet - also ein Zwergplanet - soll das "Böse" vertreten! Das ist ja irre.

Frage: Es steht so in den Büchern.  

Antwort: Sie lesen offenbar furchtbar viel. Steht dort "zufällig" auch, was das "Böse" denn sein soll?

Frage: Nein, aber in anderen. Beispielsweise in der Bibel.

Antwort: Dort schon, mit der Bibel wurde die halbe Menschheit verdorben. Die eine Hälfte glaubt seither an das "Gute", folglich glaubt die andere Hälfte natürlich an das "Böse". Und ein Planet soll dafür zuständig sein. Mir kommt dies vor wie die Kampagne mit der Liebe zum Leben oder dem Tod. Um die Vielfalt einfältig zu machen muss man natürlich definieren. Seit der "Aufklärung" verlangen die Aufgeklärten ständig nach Erklärungen. Dies ist nicht unbedingt ein Zeichen dafür, dass sie irgend eine zuverlässige Gewissheit erhielten. Eine zwar schon, aber genau die haben sie jetzt auf diesem Würstchentreffen gekürzt. 

 Frage: Welche bitte?

Antwort: Die einzige Gewissheit, die der Mensch hat und jemals haben kann, ist die, dass er sterblich ist. Diese Gewissheit hat uns der Herr der Unterwelt geschenkt - Hades-Pluto. Und wer diese Gewissheit vom Sterben, die uns der Tod lieh, bestreitet, lebt auch nicht wirklich. Er kann sich am Leben gar nicht freuen. Er denkt falsch und es ist ihm auch noch gleichgültig. Es gibt ja noch etwas besseres danach! Das ist die menschliche Tragödie: dass der Mensch den Tod nicht wirklich liebt. Auf diese Weise kann er auch alles andere nicht lieben. Alles das, was wir gerne tun, das Essen, die Sexualität, die Träume, diese absolute Gewissheit zu haben, ja sogar die Liebe zum Leben, all das schenkte uns der Tod.   

Frage: Und wir dämonisierten ihn. Deshalb steht Pluto nun für das "Böse". Weil wir einmal sterben müssen? 

Antwort: Pluto steht für das Werden und Sterben und somit überhaupt nicht für das "Böse". Weil wir aber tatsächlich sterblich sind wurde die Unterwelt verteufelt. Im Hort der Seele wurde der Wille tätig, unsere geistige Willkür trieb sich selbst dort gnadenlos herum. Und die menschliche Willkür hat alles vergeistigt, zu vergeistigen versucht. Sie hat die Seele regelrecht ausgeplündert. Sie hat Seele in Pneuma verwandelt, Träume zu Gesichtern werden lassen. Denken sie an Herkules, der dem milden Herrscher der Unterwelt seinen Hund Cerberus klaute und ihn auf Anweisung der Götter wieder zurück bringen musste. Oder an Jesus, der den Tod angeblich überwunden hatte und dann am Kreuz gestorben ist, mit den Worten: "Wozu das?"  

Frage: Aber der Slogan eines Terroristen: "Ihr liebt das Leben, wir lieben den Tod!" 

Antwort: Ist von den Medien und ihrer Definitionsmacht schmählich verdreht und missbraucht worden. Die wissen gar nicht mehr, was sie sagen und schreiben sollen. Die sind einfach zu klug, weil sie jeden Tag zum selben Thema zurück kehren, das ihnen Sicherheit gibt und ihnen dadurch die Dummheit des Wiederholens ihrer Klugheiten erlaubt. Die Dummheit repetiert eingefahrene Klugheiten fleissig. Die reagieren auf alles wie ein Kalender. Sie drehen den Spiess dann einfach um und schreien: "Unser Pech ist, dass wir das Leben lieben!" Solchen Quark hörte ich oft, unlängst hat dieser unsägliche Michel Friedman so daher palavert, der eigentlich Grund hätte vom Tod etwas besser zu denken. Dabei stierte er zur Decke hinauf - um sich Gedankenschwer noch einmal selbst zu zitieren. Dümmer geht's wirklich nimmer. Wie kann jemand das Leben lieben, der den Tod bekämpft. Sagen sie mir wie? Wie kann man so etwas überhaupt sagen? 

Frage: Aber als Slogan klingt das eben nicht gerade fein: "Ihr liebt das Leben, wir lieben den Tod!" 

Antwort: Ja, und das verwirrt buchstäblich die Geister. Gerade weil sie bemerken, dass da doch etwas dran sein könnte, schütten sie das Kind sogleich mit dem Bade aus. Wenn aber einer Terrorist wird, weil ihm - wohlverstanden im Himmel! - dreissig Jungfrauen versprochen werden, die auf Erden niemanden bekommen haben, ist er halt selber schuld. Und den alten Vetteln im Himmel kann man es sicher nicht verargen, dass sie zur Not auch einen Terroristen nehmen würden. Aber bitte, dies dann gegen den Tod auszulegen, der sich bekanntlich gar nicht im Himmel aufhält, das ist bereits schon blöder als es der Dorfpfarrer von Hinterkirchen erlaubt. 

    Frage: Also ändert die Kürzung des Status von Pluto als Planet zum Kleinplaneten nichts?

Antwort: Was soll sich dadurch verändern? Plutos Saatgut birgt die Geheimnisse des Lebens. Er ist damit der Garant des Überlebens der gesamten Menschheit. Der Irrsinn besteht darin, das alle jubeln, wenn es uns gelingt vermittels uranischer Technik den Tomaten willkürlich etwas mehr Beta-Carotin einzupflanzen - das gegen den Krebs wirksam sein soll. Aber niemand jubelt, dass jede gewöhnliche Karotte bereits schon ohne Gentechnik 16-mal mehr Beta-Carotin enthält als diese Designer-Tomaten! Das ist doch verrückt. Unser Wille jubelt über seine geistige Produktivität, - über den Himmel als Produktionsstätte - während Pluto aus der Unterwelt schon für alles gesorgt hätte.

Frage: Es ist ein Verbrechen. 

Antwort: Es sind schlimme Verbrechen, die wir im Namen des geheiligten Widerspruchgeistes begehen, - um dann Pluto zu verteufeln. Das ist unsere Religion. In ein paar Jahren werden wir durch Nahrungsmittel geimpft, auch gegen Uran und dergleichen. Ganze Länder werden durch die Terminator-Technologie an Korn, Gemüse und Obst zugrunde gehen und unser Wille redet davon in den "Himmel" zu kommen. Mit Sicherheit. Pluto empfängt jeden, der mit geistiger Willkür - dem geheiligten uranischen Fortschrittsglauben - zu ihm gelangen will. Manche lehnt er wohl ab. Und dafür kann wiederum Uranus nichts, wenn wir ihn aber für obskure Heilsvorstellungen und intelligente Willkür benutzen, sind wir dafür zuständig. 

Frage: Es ändert sich nichts, was Pluto betrifft? 

Antwort: Es ändert sich immer etwas. Bald wird es zu bisher unvorstellbaren Veränderungen kommen - die aber nicht mit Pluto zu tun haben. Sie spielen sich unter Sonne-Uranus ab. Dies hat unser menschliche Wille dann so gewollt.  

Frage: Doch Pluto bleibt was er ist, sein Einfluss ändert sich nicht?  

Antwort: Pluto bleibt was er ist, aber die Natur wandelt sich. Unter unserem Druck. Und sie wird Antworten darauf finden, wie sie es klimatisch bereits schon tat. Ein paar Würstchen, die den Himmel permanent nach nummerierbarer Materie absuchen, versuchten die grosse Seelennatur zu beschneiden, aber das gelang doch damit nicht wirklich. Unwirklich schon, der menschliche Geist der bis zum Abend ausreicht, hat ausführlich berichtet davon. Dann ist er wieder eingeschlafen, hat ein paar Alpträume gehabt und wird weiter welche haben. Was kümmert das die Natur? Wir kümmern uns ja auch nicht um sie. Den Tod verteufeln, heisst auch, die Natur dämonisieren. 

Frage: Und das "Böse", oder eben, das Verdrängte?

   Antwort: Der Mensch kann nicht verdrängen, gerade weil er schlafen geht, gehen muss, klappt das nicht. Der Drang, Drangsal kann sich nicht selber "verdrängen", das geht nicht. Der Drang ist die Quelle, von dort geht es nur noch hinaus. Natürlich können wir unterdrücken, aber das tun wir dann immer wieder neu und das Unterdrückte kommt trotzdem sofort wieder zum Vorschein, es will sofort wieder ans Licht. Es verhält sich wie bei einem Ball, den sie unter Wasser drücken, je tiefer sie ihn runterdrücken, desto höher will er hinauf. Es gibt kein Verdrängen, das ist psychologischer Schmarren, Verlage lieben in den Sätzen die Abwechslung, um Vielfalt vorzutäuschen, so wird einmal Unterdrücken, im nächsten Satz aber wieder Verdrängen oder Ausblenden geschrieben. Was noch! Es bleibt immer dasselbe.   

Frage: Und wo es das "Böse" anbelangt?

Antwort: Das "Gute" und das "Böse" sind siamesische Zwillinge. Man kann sie nur auseinander halten, wenn man sie trennt. Sie leben somit in der Tat. Man muss sie erst trennen. Man muss was tun. Und wenn man trennt, was die Natur zusammengefügt hat, ist das nur ein Effekt, verstehen sie. "Gut" und "Böse" sind Effekte, mehr nicht. Sie sagen nichts aus.  

Frage: Ist es die Armut unserer der Sprache?

Antwort: Der Verlust von Charakter muss sich auf schwarz und weiss beschränken. Oder auf gut und böse. Das ist die heutige Sprache. Wenn einer so denkt und auch noch redet und schreibt, weiss ich, warum ich einen Charakterlumpen vor mir habe. Charakterlumpen haben die "Achse des Bösen" erfunden. Mit dem "Guten" verhält es sich genau so. Wer keinen Charakter hat, dem fällt nichts anderes mehr ein - wir müssen ja alle von uns aus gehen. 

Frage: Dann wären Richter eigentlich Charakterlumpen, die ja von gut und böse ausgehen, wenn sie verurteilen!

Antwort: Nein, gerade eben nicht. Wenn sie nämlich so denken würden, müssten sie alle verurteilen. Es wird aber niemand verurteilt, weil er böse war, sondern weil er eine bestimmte Tat begangen hat. Erst in der Tat scheint das "Böse" auf, und genau darum gibt es kein Verdrängen - das dann noch böse sein soll! Wir können Gedanken vergessen, aber eine Tat nicht, sie kann verheimlicht werden, ja, was aber nicht etwa "verdrängen" ist. 

Frage: Man hascht ständig nach solchen Begriffen. Man muss also "Gut" und "Böse" erst trennen. Trennen ist eine Tat, Trennungen setzen zumindest Taten voraus.  

  Antwort: Ja. Darum wird nach Erlöser und Erlösung und nach Lösungen gesucht. Wir wollen uns lösen, - trennen von der Natur, vom Tod, vom "Teufel", vom "Bösen". Und von der eigenen Gewissheit! Macht sich ja besser die Ahnungslosen zu spielen. Macht auch weniger Angst. Also suchen wir nicht nach Bindung und dem Verbindlichen. Doch der Tod bindet uns; das ist die absolute Gewissheit, die für jeden gilt. "Gut" und "Böse" stehen und fallen mit dieser Gewissheit. Gut sind wir, wenn wir uns lösen, trennen davon, also Unterdrücker werden. Das beginnt schon damit, sich selbst zu unterdrücken. Selbstunterdrücker gelten als gut. Und Böse sind wir, wenn wir zu unserer einen Gewissheit stehen, wenn wir uns am Vergänglichen freuen, den Augenblick als verbindlich betrachten und uns freuen daran. Natürlich darf man auch jeden Schmarren glauben, aber man muss dann auch bereit sein, dafür mit Gewissheit zu zahlen. 

Abbildung unten: Pluto soll nicht mehr zu den Planeten zählen! 

Ära Horoskop und Transit 24. August 2006 Transit Pluto im Quadrat zum Saturn der Ära exakt. Neptun/Pluto im Transit genaue Spiegelung zum Radix-Platz von Neptun/Pluto. 

Zeitungen wie der "Spiegel" wenden sich nun unserem astrologischen Jahresthema Saturn/Neptun (Angst) zu. Und titeln ihre neue Nummer: "Leben mit der Angst"!  

Frage: Das "Böse" gibt es im Horoskop nicht? 

Antwort: "Gut" und "Böse" sind zwei ungleiche Vornamen wie Kain und Abel, - aber sie sind vom gleichen Geschlecht.  

Frage: Und im Horoskop? 

Antwort: Das Horoskop ist keine Zeitschrift. Wo die bösen Nachrichten ganz vorne stehen, die guten ganz hinten. Die Esel haben auch ein Horoskop und Schwalben auch. Beides sind sehr gute Tiere.   

Frage: Aber Hitler war doch ausgesprochen böse. Und das stand auch in seinem Horoskop. 

Antwort: Sie werden nicht erwarten, dass ich für Hitler eine Lanze breche. Hitler war grauenhaft. Aber wie geriet er auf die oberste Stufe der Hierarchie? Und warum jubelten sie ihm (fast) alle zu? Doch nur, weil das "Böse" erst in den Taten entsteht. Erst nachher. Hitler war ein Versager bevor er "Hitler" wurde. Viele andere Versager haben ihn zum "Hitler" gemacht. Allein im Horoskop - ich werte - wäre Hitler ein armer Drecksack gewesen. Er blieb es nicht, sondern es wurde noch schlimmer. Aber warum brauchte es einen Drecksack so weit oben an der Spitze? Warum kam der dort hinauf? Es ist immer der "Himmel" hoch oben, der sich am meisten um die "Hölle" tief unten kümmert. Er sorgt dort oben nur nicht für die Unterwelt, weil er sie mit seiner höllischen Erfindung verwechselt. Und Drecksäcke tun das gründlich, wenn sie oben angekommen sind. Heute noch, immer noch. Denken sie an den Weltkrieg der momentan von einem Drecksack gegen den "Terror" geführt wird. 

Doch was hatte Hitlers Horoskop mit Pluto zu tun? Gar nichts. Einzig der Pluto-Transit über sein Meridian hat ihn an die Macht gebracht, das ist richtig, dieser Durchlauf steht für eine totale Veränderung im Leben. An die Macht zu gelangen ist an sich nichts böses. Wenn er irgend etwas wirklich gekonnt hätte, wäre er nicht vorher in der Politik gelandet und es hätte bis dorthin - soweit es Pluto betrifft - auch eine andere Lebensveränderung sein können. Der Pluto in seinem eigenen Horoskop hat aus ihm jedenfalls nicht den "Hitler" gemacht. Das haben andere getan. 

Frage: Ist Pluto der verneinende Geist? 

Antwort: Eine Disharmonie besteht zwischen Uranus und Sonne, die haben wir jetzt kollektiv. Unter Uranus sagen Menschen immer Nein. Man muss ihren Widerspruchsgeist fortschicken, es dauert lange bis sie schweigen. Und sie kommen wieder, der Wille hört nicht auf seine  Willkür in die Welt zu setzen. Pluto im Gegensatz dazu ist die natürliche Spiegelung der Sonne. Also wenn Sie so wollen, die Zeichen Löwe und Skorpion, die einander spiegeln wie das 5. und das 8. Haus. Ohne den Samen im Dunkeln der Erde - also ohne Pluto - hätte selbst das Licht der Sonne keinen Sinn. Pluto verneint nicht, weil er gar nicht wertet. Pluto steht für die Natur, ein "weiblicher" Planet, da ist nichts unmoralisch, weil die Natur niemals schlecht ist, sondern amoralisch. Da wird nicht arrogant nach gut und böse gefragt, aber nach richtig und falsch gehandelt. Für mich ist Pluto einer der besten. 

Frage: Die Moral von oben schafft ja Druck.       

Antwort: Der in den Moralisten dann aufbricht. Oder der sie zerbrechen lässt - das sieht man beispielsweise in der Kirche, wenn selbst Kardinäle den Jungendlichen nachstellen. Solche Energien bringt Pluto nicht. Er ist Pfaffen und Scheinheiligen aber unheimlich, das ist klar. 

Frage: Weil sie verdrängen?

Antwort: Nein, sie verdrängen nicht, ihre Bedürfnisse sind ihnen immer klar! Sie leiden unter diesem körperlich-seelischen Druck im Kopf, aber sie stehen nicht dazu - das ist ein geistiger Willensakt. Sogenannte "Triebtäter" haben einen starken Willen, werden deshalb vorzeitig entlassen - es sind Willenstäter. Es ist der Widerspruchsgeist dieser menschlichen Moral, mit dem der menschliche Willen in den Himmel kommen möchte. Er hat der Natur, den Samen viel Schlechtes  angetan. Denken sie an die Saat, die sich selber töten kann, weil sie aus Profitgier gentechnisch manipuliert wurde - eine echte - auch religiöse! - Katastrophe. Wir befinden uns auf der Geisterbahn.   

Frage: Zuletzt gibt es keinen Samen mehr...

Antwort: Keinen Pluto mehr, richtig. Er wurde soeben im Prag noch einmal beschnitten. Darum sagte ich es einmal so: Der Verstand auf Gottessuche findet leider nur Bazillen, doch dieser geistige Eunuche spricht dann vom freien Willen!  

Frage: Sie sind seit ihre Jugendzeit Astrologe. Ist man da ein gläubiger Mensch? 

Antwort: Was sollte mich am Glauben hindern. Ich muss glauben, wie jeder andere auch. 

 Frage: Warum: Muss? 

Antwort: Muss? Nun, weil es der Glaube ist, der die Zweifel gebärt. Und weil erst die Zweifel uns aus dem Garten Eden hinaus führen. Jenseits der moralischen Schrebergärten kann die a-moralische Natur die Triebe zu Gedanken verwandeln. Dadurch entsteht Wissen, das zwar  grundsätzlich falsch ist, aber es führt uns am Abend wieder in den grösseren Garten zurück.  

Frage: In den Schlaf? 

Antwort: Wir nennen dies Schlaf, ja. In einer anderen Welt. 

Frage: Und dort weiss oder glaubt man? 

Antwort: Nein, dort wird gar nicht unterschieden zwischen Wissen und Glaube. Kennen Sie einen Menschen, der nicht glaubt? Ich kenne keinen. Und warum nicht: Weil der Mensch weiss. Aber Wissen gibt es nur über den Glauben. Auch zu "Gott" kommen wir ja nur durch den Tod. 

Frage: Haben die "Würstchen" nun den Pluto diskriminiert?  

Antwort: Und mit ihm die Natur, die Seele, die Unterwelt - einmal mehr. Plausible Gründe finden sie immer dazu. Wäre damit nur nicht die Tat verbunden. Wer Pluto verteufelt und ihm als dem Symbol des Todes das Böse unterstellt, sollte über das Leben wahrhaftig nicht reden. Er weiss noch nicht Mal, wie das Gute zustande kommt. 

Frage: Woran glaubten Sie als Kind? 

Antwort: Oh, ich war ein sehr gutgläubiges Kind, daher glaubte ich die Geschichten, die man mir erzählte. Ich rannte sogar freiwillig in die Zeltmission, wenn die ins Dorf kam und sang mit meist älteren Menschen diese Lieder, es roch dort wie im Zirkus. Das waren sehr schöne Erlebnisse. Zum Abschluss erhielt man so Karten mit Jesusbildchen drauf, sie waren etwa so gross wie Spielkarten, wo sie heute Saddam Hussein und andere darauf abbilden. Ich las auch die Bibel und immer, wenn sie von der Kirche zu Besuch kamen, schickte mich mein Vater in die Stube, um mit ihnen zu reden. Er liebte es, wenn ich ihnen so Fragen stellte, die er mir nicht beantworten wollte oder konnte. Er rauchte einen Stumpen derweil, bis sie wieder gingen. Später erzählte er mir vom Holocaust und von der Kirche und damit begannen die Zweifel - hab die Bilder dann im Kino gesehen, die Sendung hiess, glaub ich, "Fox-tönende Wochenschau", schwarz auf weiss. 

Frage: Woran glauben Sie jetzt?

Antwort: An die natürliche Witterung, die man beim Menschen "Neugier" nennt. An alles was Energie hat, was lebt, was stirbt, - an das Leben, an den Tod. Lesen sie das in meinem neuen Buch nach "Freisprüche - für Schuldige und Schuldbewusste", man kann das nicht nicht in zwei Sätzen sagen. Wir sind hier auch nicht in einem Talk.  

Frage: Aber es gibt doch eine Hierarchie, das Höchste sozusagen.

Antwort: Lesen Sie selber nach, was es gibt. Es lohnt sich wirklich.  

Frage: Wir stellen uns die einfachsten Fragen nicht mehr. Woran liegt das? 

Antwort: Weil heute der Wille und die Willkür am Steuer sitzt. Und wer am Steuer sitzt darf sich keinen gedanklichen Tiefgang erlauben. Auch weil wir mit dem Angebot an Antworten das Fragen verlernten haben. Wir haben die alten Fragen ganz einfach vergessen. Und wir unterdrücken einfache Fragen und sind lieber frustriert über die Mängel, die uns auffallen. Unser Sicherheitsdenken drängt uns in die Schrebergärten zurück, dort jäten Experten und Spezialisten auf dem eigenem Terrain. Das hat uns soeben Deutschland mit einer Bärenfrage, die eigentlich eine einfache Frage im Umgang mit der Natur war, vorgeführt. Das zeigt uns Israel mit der Bibel in der Hand, die schicken die Jungen in den Krieg und die Alten feiern den Sieg. Auf der anderen Seite halten sich die Krieger im Namen "Gottes" (Neptun) ebenfalls nicht an die Gesetze (Saturn) und werden folglich von der scheinfreien Welt Terroristen genannt. 

 Es gibt nur noch Experten, die in Chiffren reden. Lesen Sie mal die Artikel über Siegmund Freud im "Spiegel" oder im "Tagesanzeiger Magazin" anlässlich des Freud-Jahres, - Onanie unter der Bettdecke. Da sind die Jungfrauen im Paradies fast schon Realitäten dagegen. Schauen sie sich das Nachtstudio an, trinken sie von diesem Gift.

Frage: Um wie Sokrates zu sagen: "Ich weiss, dass ich nichts weiss." 

Antwort: Das wäre ja schön. Also einverstanden: Der Mensch weiss, dass er nichts weiss. Aber er kann es sich leider nicht merken. 

Frage: Noch eine Frage zum Abschluss. Passt die grosse Jahreskonstellation Saturn-Neptun in Opposition zum Freud-Jahr?

Antwort: Nein, aber das Freudjahr passt zu dieser Konstellation. "Psychopathologie des Alltagsleben" nennt sich ungefähr seine Biografie. Diese erleben wir gerade. Er selbst hat darin jeden Versprecher und Verdenker und Vergesser seitenlang notiert. Ausserdem grassiert die Angst, auch da passt Freud hinein. Dieses Jahr wird mit Saturn-Neptun alles auf einmal gelöst werden wollen. Das geht schief, wie wir es so eben in Israel erlebt haben, eine Militärmacht, die auf fremdem Boden aufräumen wollte. Alles (Neptun) auf einmal (Saturn), da greift man aus Verlegenheit auch mal zu den Sternen. Eben ins All (Neptun) um dort neue Gesetze und Definitionen (Saturn) abzulegen. Und die werden ausgerechnet auf Pluto projiziert. Dabei gibt es auch eine Antwort, die wir aus dem Geschenk der Gewissheit herauslesen könnten, das uns Hades-Pluto übergab. Sie lautet: Allein der Tod wird ewig leben.      

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