ASTRO*TV auf TV*Welt*TV*Welt*

Früher bei nur 4 Sendern, gab es manchmal Spannung. Heute ist die Langeweile demokratisch auf 30 Sender verteilt. Nun muss man noch nach der Langeweile suchen! Der Zustand ist nun der, dass wir ohne Spannnung auskommen müssen, aber es ist jetzt auch schwieriger geworden, sich ganz gewöhnlich zu langweilen.

Um dem Druck Putins von Seiten der staatlichen Rezension auf die Russische Presse zu entgehen, verkaufte der jüdische Milliardär Beresowsy Anteile seiner Sender an Journalisten und Sendeleiter.

TV-privat: im Test*Vergleich zur wirklichen Welt

Diesmal lautet die Werbung: TV24, das erste private Fernsehen der Schweiz!

Diese Werbung stimmt voll und ganz!

Gesendet werden vor allem die Freizeitaktivitäten des Inhabers, seine Waldläufe oder die Teilnahme an einem Marathonlauf in Skandinavien. Seine Meinungen zur öffentlichen Meinung, seine Meinung zur Meinung seines Teamchefs, in mehreren Talks wiederum seine Meinung zum Lebenstil und Meinung seiner Gäste.

Also: TV24 - das erste private Fernsehen des Herrn Schawinski.

Und da wundert man sich geichzeitig darüber, dass Putin die Meinung der Presse in Russland für sich gewinnen möchte!

Folgerichtig wäre, wenn schon in einer Demokratie sich der Mensch mit allen Mitteln privat in den Mittelpunkt setzt, ist es vom Menschen in einer nicht privaten Rolle des Funktionärs eines Regimes wohl kaum anders zu erwarten.

Der Sender mit moralischer Sendung.....

Wer erinnert sich bei TV24 noch an die konfrontative 68-er Genreaktion, an jene Jahrgänge also, die dem Radiosender24 zur Konzession verhalfen. Und was ist aus diesem "Kriegsgewinn von einst" inzwischen geworden? - Er ist immer noch dran!

Ein Sender, der sogenannte "Suisse-News" (Nachrichten für die Schweiz nach US-Vorbild) bringt, daher staatlich subventioniert wird, in den Sendungen aber vorwiegend persönliche Meinungen des Medienträgers verbreitet. Unheimlich rüde wird dabei mit Schweizern, und gerade von jener Generation umgegangen, der Roger Schawinski (der Inhaber) eigentlich seine Sendeerlaubnis verdankt. Nicht nur Christoph Blocher wird mit Blick auf die sendertreuen Zuschauer in Zürich-Schwammendingen sporadisch verunglimpft, auch Menschen wie Mäni Weber kommen da schlecht weg. Für Wölfe und Luchse hat man schon gar nichts mehr übrig. Zwar sorgt man eifrig dafür, dass Uriella und andere lokale Grössen in Zürich niemals der Vergessenheit anheimfallen. Die Aufdringlichkeit mit der sonst noch nach "Leichen" gesucht wird, erinnert aber an die Regeln der amerikanischen Inquisition, wo sogar schon laut Statistik ein Unschuldiger zwei Schuldigen geopfert wird. Ganz anders verhält man sich dann bei Nina Hagen, wo der Moderator schon mal über den Tisch kriecht, um diesem Namen, der schon besserer Zeiten sah, einigermassen gerecht zu werden.

Meistens empört man sich bei tv24 lautstark für Ausländer. Daran gäbe es nichts auszusetzen, wenn in unbedachten Momenten diese Moral davon nicht so klingen würde: "Sie gehören ja zu jenen Vorreitern, die schon vor Jahren eine Russin importiert haben"! Allzu tief scheint dem Moderator das Engagement für Ausländer also doch nicht zu gehen!

Über soziale Grundlagen und Hintergründe jedoch sinnierte und lamentiert man mit rechnerischem Kalkül nach: "Normalerweise besitzen Show-Master in den USA in Mäni Webers Alter eine Villa mit Swimmingpol an der Goldküste ihres Landes. Eigentlich ist Mäni also viel eher ein armer, bedauernswerter kranker Mensch, der seine Altentage unzufrieden in einem Altersheim verbringt". - Neoliberal ist eine Gesinnung also, wenn man die Sorgen der Ausländer teilt, indem man damit gleichzeitig für sein eigenes Swimmingpol sorgt. Das erinnert an die Partagas-Eminenz Kommunisten, die man sich um 1968 in der Kronenhalle anzündete, um mit diesem teuren Stumpen im Gesicht ernsthaft über Marx und Engels zu palavern.

Normalerweise werden bei tv24 während der feierlichen Talks nur die hauseigenen Meinungen als Kritik geduldet: der Programmchef wird vom Inhaber hinterfragt und umgekehrt. Da Schawinksi inzwischen aber dringend mal ein lachendes Konterfei zeigen soll, weil das sonst niemand mehr lustig findet, lädt er nun befreundetete Politiker und Geschäftsleute ein. Im letzten Viertel der Sendung beginnt er dann mit Lachen. Er lacht, weil er irgend eine Aussage seines Kollegen, den er zum Lachen benutzt, angeblich nicht nachvollziehen kann. Dazu ruft er aus: "Das ist höchst skandalös!" Auf diese Weise ist man um die Stimmung besorgt, die beim Zuschauer nicht aufkommen kann.

Der Moderator zum anwesenden Politiker: "Welcher Vorteil kann es für Dich sein, wenn die Wölfe und Luchse in der Schweiz geschützt werden?" - Oh! Mit dem Vorteil hat man hier eigentlich für einmal an die Wölfe gedacht.

Politische Aussagen nach dem Vitaparcour klingen ungefähr so: "Als ich am letzten Marathon den Joschka Fischer nach dreissig Kilometern überholt habe, dachte ich darüber nach: Die Schweiz hat jetzt mit ausländischen Namen wie McKey, McDonalds, McInthos anderen schon einige Medaillien geholt - ich bin zufrieden und glücklich damit, was wollen wir noch mehr!" Wer die Zeichen der Zeit auf Medallien sucht, den sollte man vielleicht daran erinnern, dass gerade Medaillien immer auch eine Kehrseite haben.

Manchmal erlebt aber auch TV24 eine Sternstunde. So dass man sogar gratulieren kann. So beispielsweise ende Februar 2000 

An:  Tele24, Zürich am 2. März 2000

Gratulation zum menschlichen Talk mit einem Ausgegrenzten!

Ich sah mir Ihre Sendung «Talktäglich» schon einige Male an. Sie verlief bisher jedesmal nach dem gleichen widerlichen Muster, andere möglichst schon zum vornherein menschlich auszugrenzen und zu isolieren. Bloss noch in perfiderem Rahmen als sonst üblich, nämlich mit besonders giftigem Ehrgeiz in Szene gesetzt. An eigenem Recherchieren arm, muss man sich selbst in den «News» nach einem Flugzeugunglück mit der Auskunft von Postboten über die Angehörigen begnügen, und in Talks kämpft sich Herr Schawinski mit übernommenen Argumenten anderer jedesmal buchstäblich selber zu Boden. Man stellte sich inzwischen darauf ein: Der lernt das wohl nie!

Nach den Tönen dieses Mediums ist beispielsweise zu befürchten, dass auch Christoph Blocher in einer Nacht- und Nebealaktion einmal noch nach Israel entführt wird. Andererseits musste man feststellen, dass Hitler und die NS Zeit durch verharmlosende Vergleiche mit dem ausgegrenzt lebenden Politiker Jörg Haider, auf diesem Sender sozusagen die späte Rehabilitation widerfuhr. Mit solchem Brei avancierte dieses TV Studio zur giftigen Gerüchteküche, aus der sich nicht nur die kopflose Köchin (SP) ungefragt in die Angelegenheiten unserer Österreichischen Nachbarn einmischen durfte. Daneben werden ein paar ewige Verlierer weiter auf die gewohnte Weise über den Tisch gezogen. Blamabel für einen nach Professionalität heischenden Sender. Denn mit diesen Beobachtungen fällt auf, dass Herr Schawinski von seinen Besuchern jedesmal jenes Format verlangte, das er selber nicht hat. Dass Schweizer Medien auch mal einen Schweizer verteidigen, hat solcherart noch niemand erwartet.

Gestern Abend fiel dem Zuschauer beim «Durchzeppen» auf Ihrem Sender jedoch eine merkwürdige Gestalt auf, auf die sich der alternde Moderator mit den braunen Pergamentfalten gerade wieder in gewohnter Weise stürzte. Es entpuppte sich aber schnell, dass er diesmal auf einen Menschen gestossen war, dem er gar nichts mehr vorwerfen konnte! Weil der Betreffende nicht nur einen «Flick weg» hatte, sondern schon alle Wände draussen, fiel der Moderator mangels Widerstand durch sich selber hindurch. Er musste also zuerst auf diese Weise auf sich selbst zurückgeworfen werden. Und nun - zum erstenmal - begann sich Schawinski menschlich gegenüber einem Besucher zu gebärden. Es stand ihm nicht schlecht. Er grinste, lachte sogar ein paarmal hysterisch auf, was ihn zwar nicht automatisch sympathischer macht, aber ihm doch sehr viel besser zu Gesicht steht. Dazu möchte ich ihm gratulieren! Man wird wohl nicht verlangen dürfen, er solle so weiter machen. Aber man wünschte sich, dass es wieder einmal möglich sein wird!

Mit freundlichen Grüssen, evf

 So weit so gut....

Wir kritisieren in unseren Beiträgen jene, die am liebsten andere kritisieren. Wir nehmen uns dazu ein Stück von jenem Recht heraus, das sie für sich offenbar gar nicht mehr hinterfragen.

 

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