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Krass: Sie heissen plötzlich alle Grass 

Mitte August 2006 - nehmen alle ihren Namen an. Sie fallen jetzt über Günter Grass her, die Kolumnisten und Historiker, die alle auch was unterm verschwitzten Hut haben. Die Selbstgerechten und Vergesslichen, die Mahner (wie Grass einer war), mahnen nun Grass. Man hat Erbarmen, denn ihre Dummheit ist erbärmlich. Die nahen und entfernten Nachfahren der Opfer, die buchstäblich das Erbe samt ihrer Ahnen in den Medien ausschlachten, kochen wieder. Womit diesmal? Wieder mit ihren Buchstabenkolonnen, weil nämlich die beiden Buchstaben, GG, damals nicht aus der Reihe tanzten. Es verwundert nicht. Wenn Johannes B. Kerner in seinem Schmuddeltalk heute auf die Schuldfrage der Opfer-Täterschaft am öffentlich rechtlichen Fernsehen sagen darf: "Sie meinen den Hitler!" ist alles klar. Es war niemand, es gab niemand - es gab und gibt nur den Hitler. 

Die Realität sieht anders aus. Denn jetzt gibt es Grass. Und seine vielen Brüder und Schwestern, die ihm jetzt den Mahner übel nehmen, die ihm Scheisse unterstellen, weil ihm als dummer Junge gegen den Bannfluch der Alten noch nichts Kluges einfiel. Was ihm später einfiel, zählt nicht mehr für sie. Aber sie sind alle nicht klüger gewesen. Und nicht klüger geworden! Sie urteilen drauflos bis man sie mit Koks und Dirnen von Mädchenhändlern erwischt - und sind immer noch nicht still. Darum gab und gibt es nur den Menschen. Weil alles das macht nur der Mensch. 

Menschen machen Fehlern, 14-Jährige und 17-jährige machen schon welche, wenn man ihnen das Unterscheiden nicht beibringt. Man kann nur aus Fehlern lernen, mehr als aus tausend Büchern. Grosse Fehler, keine Fehler macht der Mensch, es kommt auf die Umgebung an. Unter anderem auch auf die Zeitungslektüre. Max Frisch hat Grass privat zur Tür gewiesen, weil der junge Grass ihm in seine intime Beziehung reinschnorrte. Frisch, der Schweizer, ist dann mit Kanzler Brandt nach Moskau geflogen, Grass musste zuhause bleiben. Die Älteren haben den Vorrang; wenn sie in der Schweiz geboren sind, sogar im Ausland. Mit Landesgrenzen hat das aber nichts zu tun, eher schon mit den eigenen von jedem einzelnen. Auch Deutschland brauchte wieder einen Schriftsteller, und den erhielten sie durch Grass. Aber jetzt ist Grass wieder ein Mensch, wie alle jene, die derzeit über ihn Tinte verspritzen. Vor allem sie, gerade sie, heissen nämlich ALLE Grass.       

Waldemar Hartmann 10.03.1948

Der Mann mit dem Goldenen Kopierhirn des Jahres

"Waldi" lässt denken - die ARD genehmigt den Klau

06.07.2006 - Wie immer, wenn der Merkur rückläufig wird, kommen Schriftstücke, Kommunikation und Denken ins Mittelfeld. Zu Beginn regeln sich einige bisher noch offene Probleme mit Sprech- und Schreibgeschichten wie von selbst. Irrtümer und Schwindelgeschichten werden geklärt. 

"Waldi" Hartmann, Reporter und genialer Vordenker der ARD zeigte  - nachdem die ARD  einer Entschuldigung nicht nachkam - gleich selber wie der Dieb unserer Beiträge denkt. Also seine Gedanken stammen zwar nicht von ihm, da er aber für BILD und ARD selbst seine Grossmutter verkauft, bringt er sie wenigstens unter die Leute.      

Am 4. Juli entfernte die "Achse des Guten" einen bei uns abgekupferten Bericht Hartmanns auf unser Schreiben sofort, den sie aus der Münchner Abendzeitung und von der ARD und anderen Medien übernahm, die den Klau abgedruckt hatten. ALLE ohne Quellenangabe! ! !  Die "Achse-gut" ist somit korrekt aus dem Schneider, sie löschten den Beitrag. Die ARD und "seriöse" Blätter sind es nicht. Sie unterstützen Tagediebe mit Raubhirnen die sich "Waldi" nennen. "Waldi" ist bei uns der Name für einen Dackel. Und um einen solchen handelt es sich bei Hartmann nicht. Also hat er sogar seinen Namen - einem Hund - geklaut.  

Geklaut wurde der Inhalt von diesem Beitrag nach unseren Veröffentlichungen in den letzten Wochen und Monaten. Als ihn die "Achse der Guten" brachte, wurden wir rege. Sie verwiesen auf die  Münchner Abendzeitung, der ein Waldemar Hartman ein Interview gegeben habe. Zu einem ausführlichen Bericht hat es dort nicht mehr gereicht. Aber das Wichtigste in Kürze haben sie eilig zusammen gezogen.  

Ab dem 17. Juni um 16.06 h berichtet ein Max Dirkheimer von den "Guten" eilig, dass das Drama des Bären nicht ohne Folgen für die WM zu sehen sei. Und eine Stunde später um 17.05 h doppelte ein gewisser Michael Mirsch nach, indem er aus der Münchner Abendzeitung den "bärenkundigen Sportjournalisten" Waldemar H. zitierte, der unsere Sache mit dem Wappen wortwörtlich wiederholte. - Natürlich beide Male ohne Quellenangabe der wahren Urheber der Gedanken.  

PS - Selbstverständlich können wir sehen, wer vorher diese Seite besuchte. 

Dass "Waldi" der Dieb gar nicht selber denken kann, hat er am Tag nach dem Ausscheiden Deutschlands in seinem Frankenstein-Klub der ARD vom 5. ds. am Abend bewiesen.  Nach einigen Wortgeplänkel in der Runde nahm jemand wieder den Bären Bruno in den Mund. Da schnappte "Waldi" zu und bedankte sich ausdrücklich für "dieses Stichwort", da es ihm sehr am Herzen läge. Darauf wandte er sich zitternd an die 20ig Zuschauer auf Drahtstühlen und sagte ihnen, nach einer Verschnaufpause, was Sache ist: "Diese Niederlage war Rache!" Eben von Bruno, vom Bären, von der Natur.  

Die Natur rächt sich? So dumm verraten sich sonst nur Betrunkene - und da standen auch tatsächlich grosse Bierhumpen auf dem Tisch. Der Mann hat also gar nichts begriffen, - nur nachgeplappert hat er unseren Bericht. Es zeigt, dass Hartmann nicht verstand, wovon WIR sprachen als wir die Bären-Wappen, Bern und Berlin mit der Natur in einen Vergleich stellten. Erstmals 2005, dann zur Bärenjagd wieder, dann in bezug zur WM. Die Natur braucht nämlich kein Wappen für Rache! Sie rächt sich gar nicht. Wappen und Fahnen benötigen nur Menschen. Am Nationalisten Tisch der Franken beispielsweise, - wie er seine Runde nannte.  

Die Natur rächt sich nie! Sie ist aber um Ausgleich besorgt. Zum Ausgleich in Form einer Entschuldigung sind "Waldi" und die ARD jedoch nicht fähig. Darum sorgte die Natur diesmal dafür, dass wenigstens seine Gesinnung offenbar wurde. "Waldi" hat also für die ARD unsere Geschichte geklaut und sich mit einer total diffusen Folgerung als Dieb gleich selber enttarnt. Weil ihm während der ganzen Zeit, wo er von der BILD zur ARD hetzte nicht einfiel, woran er sich da vergriffen hatte. Er schwatzte einfach unsere Geschichte nach, ohne den Grund zu kennen, den wir meistens etwas länger zurückhalten, - damit es sich zeigt! 

Und es hat sich gezeigt! Der Trottel schäumte das Unerfahrene ins Publikum: "Es war Rache!"  Zuerst johlte er durch alle Medien unsere Prognose herum und dann schloss er sich  ohne die mindeste Folgerichtigkeit selber davon aus. Wie soll ein solcher Trottel auf eine so geniale Idee kommen können! Ganz einfach: Indem er sie abkupfert und dann als seine eigene verkauft. Das toleriert die ARD, die ein wenig Ethik und Moral vom Schweizer Fernsehen oder den Österreichischen Sendern lernen müsste. Nämlich Ethik gegenüber der Natur und Moral gegenüber den Menschen. Man wird das Gefühl an die 30iger Jahre nicht los, wenn man dort nur schon die Sparte Sport verfolgt. 

"Waldi" zeigte im Nu allen, dass er unsere Geschichte zwar sehr gut kannte, bis ins Detail genau, doch das war es dann auch schon. Den wahren Hintergrund kannte er  nicht. Und weil er ihm nicht einfällt, wird er ihn wohl niemals verstehen. Er schnorrt in Zeitungen und im Fernsehen fremde Gedanken herum, nur von eigenem Nachdenken kann nicht die Rede sein. 

Die Natur hat aber wieder einen Ausgleich geschafft - und von Rache kann auch diesmal nicht im Entferntesten die Rede sein. Sie schafft diesen Ausgleich nämlich täglich und stündlich. Gerade jetzt hat "Waldi" Natur erfahren, die wieder nicht auf seinem Mist wuchs. Und falls Spanien einmal die Stierkämpfe abschafft, wird es den Bann  - den WM Titel nicht holen zu können - ebenfalls brechen. Natur ist das Meiste auf der Welt, darum ist die Natur der wahre "Weltmeister". Sie hat es gar nicht nötig, Rache zu üben. Aber "Waldi" meinte wohl Wappen und Natur gehörten zusammen? Das meinten die Nazis auch. 

Also denkt er wie ein Soldat, ein Faschist oder ein Terrorist - er denkt an Rache! Bemitleidete aber vorher den Bären und die WM-Elf gleichermassen jämmerlich. Das nennt man verschlagen. Und weil dies ein wahres Martyrium sein kann, sollte er sich wieder mit den Klitschko Brüder in gebrochenem Deutsch unterhalten, oder mit anderen Boxern ein wenig laut nachdenken, anstatt sich über Dinge zu äussern, deren Zusammenhang er nicht einmal ahnt. Geschweige denn denken kann.  

Darum küren wir Waldemar Hartman von der ARD zum Kopierhirn des Jahres!    

Waldi der Dieb - bei der ARD unverschämt mit einem "Haribo-Bär" 

Zwar ist bekannt dass Fische Dein und Mein oft nur schwer unterscheiden können, und um einen solchen handelt es sich beim Reporter Hartmann. Der Tagestransit zusammen mit seiner derzeitigen Progression sagen aber deutlich aus, was in dem Mann vorgeht.   

Blauer Mars/Neptun Transit über der progressiven Sonne die sich auf dem Geburts- Saturn und Pluto befindet. Der Mann glaubt, was er gerade liest und ihm zugeflüstert wird, gehöre automatisch ihm selbst. Er könnte sich aber auch täuschen und in nächster Zeit nicht nur in dieser Hinsicht anders belehrt werden. 

 

Wir verlangen von Hartmann ausdrücklich, dass er das klärt. Müssen tut er allerdings gar Nix, falls er fest daran glaubt, das er das nicht will! 

Info@welten.net

Dann haben wir sogar einen neuen heissen Tipp für "Waldis" nächstes Plagiat bei der ARD: Jürgen Klinsmann wird - falls er Bundestrainer bleibt - seine Zeit in Deutschland umsonst vertrödeln. 

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"Die Sterne lügen" - wer hätte das gedacht 

25.4.2006 - Spiegel-online - der neue "Stürmer" aus Hamburg, das populistische Hetzblatt im neuen Gewand, deren Truppe am liebsten die ausgestreckten Arme von Irans Präsident zeigt, weil es im eigenen Land verboten ist, schrieb nun was Sache ist: "Die Sterne lügen doch!"

Von Kinderärztinnen die Astrologie betreiben sei soviel verraten: Wenn das Kind in der besten Zeit (der Sonnenstrahlen April-Mai) zur Welt kommt, ein anderes aber im tiefen Winter, das bessere Aspekte hat und vielleicht Sonne/Venus am MC oder AC, nützen die Sonnenstrahlen vom Mai ersterem herzlich wenig im Vergleich. Dass die Pseudountersuchung auch noch an Vietnam-Kriegsveteranen stattfand, zeigt wie sie beim SPIEGEL denken: Die halten Kriegsverbrecher für ganz normale Menschen! 

Es soll ja jeder eine zweite Chance kriegen. Und der folgende Bericht ist daher keine Untersuchung, sondern eine Chance für Hirnamputierte, nämlich eine selten dummdreiste Pressemeldung von ein paar käuflichen Psychologen verfasst, die im Hetzblatt aus Hamburg ihrer Selbstdarstellung frönen durften. Dass Agenturen solchen Mist verbreiten zeigt, dass ihnen die leiseste Ahnung vom wirklichen Leben abgeht. Sie würden sonst freiwillig verzichten darauf. Das verwundert zumindest beim Spiegel nicht, denn seine Journalisten arbeiten verlautbar mit Rassenhygiene. Dies hat auch "Der Stürmer" in Nazideutschland getan und ein Vergleich von Spiegel online mit dem damaligen Blatt - in diese Zeit übertragen - fällt allmählich an allen Ecken und Enden auf.         

Wie also "lügen die Sterne nun doch": 

>>Zwischen dem Geburtsmonat - wohlverstanden Geburtsmonat! - eines Menschen und seiner Persönlichkeit gäbe es keine nachweisbaren Zusammenhänge moniert eine Gruppe herum schnöselnder "Psychos", die das soeben herausgefunden hätten. << Dass die "grosse Studie" von einem dänisch-deutschen Team von Quadratköpfen durchgeführt wurde, braucht man nicht besonders zu betonen. Die geben noch Geld aus für Diffamierungen! Weil es Blätter gibt, die es abdrucken. Nach den Religionsstiftern greifen die Dänen und Deutschen jetzt die Götter selber an. Auch mit Karikaturen. Der wuchtige Schmäh zieht sich im Hamburger STÜRMER über eine ganze Seite hin. 

"Obwohl es in früheren Untersuchungen Hinweise darauf gab, dass der Geburtszeitpunkt Wesensmerkmale wie Spontaneität oder Risikobereitschaft beeinflussen könnte, fanden die Wissenschaftler nun nichts dergleichen," heisst es. Sie fanden keine Spontaneität oder Risikobereitschaft, berichten Peter Hartmann von der dänischen Universität Aarhus und seine Kollegen in der Fachzeitschrift "Personality and Individual Differences". Klingt gut - denn die werden hier bezahlt dafür Sternzeichen,  Fixsterne, Sonnen, Planeten und ihre Brille pauschal durcheinander zu wirbeln. Weil sie offenbar glauben, die Astrologie behaupte Stiere seinen dumm und Löwen klug und Wassermänner spontan. Auch wenn das überhaupt niemand tut, glauben sie irgendwie reiche der Monat oder Tag für ihre grosse Untersuchung aus, während Astrologen leider mit Stunden und Minuten arbeiten müssen.  

"Seit Jahren würden sich "Forscher" mit der Frage bemühen, ob der Zeitpunkt der Geburt die Intelligenz oder die Persönlichkeit eines Menschen beeinflusst. Bis heute hat sich dabei kein klares Bild ergeben, das etwa die Charakterisierungen durch Sternzeichen rechtfertigen würde". Also: Sternzeichen sind für sie Sterne! Und: Bis heute habe sich kein klares Bild ergeben. Aber: - Die Sterne lügen doch! - Wer das so liest, braucht womöglich wirklich einen Psychiater. Mit Sicherheit benötigten ihn aber die Verfasser. Er guckt ihnen täglich aus dem Spiegel entgegen. Und nun steht es noch drin - im SPIEGEL.

Dann wieder: Zumindest ein Teil der Ergebnisse ist nach Ansicht von Hartmann darauf zurückzuführen, dass bislang nur kleine Probandengruppen untersucht wurden. Darum kamen sie jetzt mit einer grossen daher: 

Bei ihrer Untersuchung handelte es sich nämlich um 4000 Männer mittleren Alters, die am Vietnamkrieg teilgenommen hätten und von denen Intelligenzquotient, Geburtstag und ein Persönlichkeitsprofil bekannt waren. (!)

Ah so!, also Vietnam-Veteranen - mit Persönlichkeitsprofil! Die lügen natürlich überhaupt nicht, haben vielleicht nur ein bisschen LSD geschluckt, ein paar Menschen umgebracht und auch sonst nur ihre Pflicht getan und dürften nun froh sein, wenn Sie sich am Mittag noch an den Morgen erinnern können. Spontan waren sie ja schon immer, denn so rennt man doch in den Krieg. Mittlerweile dürfte aber jeder wie der andere dreinschauen, das ist bei Kriegsheimkehrern eben so. Die Pseudowissenschaftler haben also den selben Prototyp untersucht - 4000 Mal! Aber jeder war in einem anderen Monat geboren. Weil es aber nur zwölft Monate gibt, schrumpft die Studie und wird  zum Täterprofil von Söldnern, die bereit sind, spontan ferne Länder zu bombardieren.   

Doch dann noch der Clou: In der zweiten Datenbank waren Geburtsmonat und Intelligenz von über 11.000 Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 24 Jahren erfasst. Den Monat nannten Sie dann Geburtzeitpunkt! Der Geburtsmonat sollte Auskunft über die Intelligenz geben! Das nennen sie Astrologie. 

Und wir nennen die Ich-Psychologie jetzt jene Geistesgestörtheit für deren Therapie sie sich  hält. Geht das? 

Die psychologischen Pseudowissenschaftler, die im Spiegel und anderswo ihren Schund verbreiten dürfen, haben nicht im mal Entferntesten nach den Mustern eines Trinkers, einer Krankenschwester, eines verträumten Zauderers, eines Geigenspielers, eines intuitiven Künstlers oder eines schnüffelnden Detektivs gesucht. Sondern sie suchten bei Vietnam-Veteranen nach "Intelligenz und Spontaneität" - um sich mit diesem Resultat über die "Sterne" auszulassen. Von jeder gewöhnlichen Lokalzeitung wären sie mit diesem Schmarren nach Hause geschickt worden. Nicht so vom SPIEGEL, der davon lebt, sich über andere lustig zu machen oder Existenzen gezielt zu zerstören, indem er alte Kamellen und wertlosen Plunder wie "Fakten" aufbereitet. Zumindest dies kann man nicht jedem anderen Blatt anlasten.     

James Hillman, einer der renommiertesten Tiefenpsychologen unserer Zeit ("Hundert Jahre Psychologie und der Menschheit geht es immer schlechter") schreibt über die Astrologie unter anderem: "

Doch der Charakter hat ein besseres Refugium, sein ältestes, weit weg von den Militärakademien, den Kanzeln und Waisenhäusern: - die Astrologie. Hier gedeiht der Charakter noch heute. 

Die Astrologie benutzt zum Lesen des Charakters eine subtile Bildersprache; der moralische Charakter braucht kaum mehr als "gut" und "bös".   

Die Haupttugend der Astrologie besteht darin, dass sie eine Fülle von Charakteristiken bietet, welche die individuelle Seele auf archetypische Mächte verweisen. Ihre mythische Imagination verbindet gewohnheitsmässige Tendenzen mit tiefer greifenden Notwendigkeiten. Sie spricht in Bildern vom Charakter. (James Hillman)

°°°

James Hillman ist nicht Astrologe geworden. Er wurde in einem langen Leben von der Psyche des Menschen befasst. Seine Meinung und die Aussagen für die Astrologie hat er mit zunehmendem Alter noch verfestigt. Und da fragt man sich: Wer ist eigentlich dieser Peter Hartmann und die anderen Studenten, die sich erlauben, aufgrund einer Befragung von Kriegsveteranen über eine Kapazität wie Hillmann hinweg zu sehen? Nicht einmal das Verfahren kann mehr als ihre persönliche Meinung ausdrücken. 

Wirklich erkennbar wird jedoch, dass die Pressfreiheit eine Notwendigkeit ist, um den Lesern jeden psychologischen Schrott auf eine Weise unterzujubeln, wie man dies gerade möchte und wie es einem behagt. Dass darunter nicht die Astrologie leidet, sondern jeder Leser gezielt falsch formiert wird, heiligt ihnen den Zweck.    

 

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12.04.2006 - Die Beschreibung der Rekrutenschule wäre eine ziemlich banale Angelegenheit. Man absolviert sie halt. Als Prinz hat man ein paar Sonderrechte. Also dachte man auf "Spiegel-online" angestrengt darüber nach, wie man aus einem langweiligen Agenturbericht zum Ende vom Militärdienst des englischen Prinzen Harry eine spannende Geschichte machen könnte. Es fiel ihnen auch etwas dazu ein: ein entsprechender Titel musste dafür her. Und der lautete so:  

Vom Party-Schwein zur Front-Sau

Genial. Darauf folgt der banale, langweilige, dubiose - mit Fotos versehene - Sonderbericht, in dem breit und lang erklärt wird, dass wieder ein Junge Soldat geworden sei. Und dass es auch diesmal eine Abschiedsfeier gab.

°°°   

Das geheiligte Heil 

12.03.2006 - Der Besuch einer Kirche ist mir leider nicht gegönnt. Möglich, dass ich den Heiligen Geist nicht ertrage, der dort herrscht und gnadenlos herumspuckt. Möglich auch, dass ich das Blut der Vergangenheit und der Gegenwart "rieche" und mir übel wird davon, sodass ich den Ort meiden muss. Es könnte auch die Erinnerung an das geheiligte Heil sein, das ich nicht ertrage. Es meldete sich jedenfalls ein körperlichen Unbehagen bei mir. Ich weiss nicht, woher das kommt. Als ich es einmal zaghaft probierte, erging es mir ähnlich wie in Bierzelten - ich musste fluchtartig den Raum verlassen. In eine Synagoge würde ich mich wahrscheinlich erst recht nicht trauen, mit Sicherheit nicht mit einer Gasmaske auf dem Kopf. Wie ein Raumfahrer auf einem anderen Planeten. Oder wie Biedermann und die Brandstifter.  

Vielleicht sind Kirchen und Synagogen ja wirklich heilige Orte, nicht nur Symbole, nicht nur Mahnmale und Stätten der Besinnung, sondern eben tatsächlich: Heilig. Daher bewundere ich vor allem die Selbstverständlichkeit, mit der sich einige Leute gerne mitten ins Allerheiligste begeben. Und sich dort wohl fühlen! Neid spielt bei mir wahrscheinlich ebenfalls mit, denn ich frage mich, was ich verbrochen habe, was andere offenbar nicht verbrochen haben, da ihnen das Eintreten und Herumstreifen in den heiligen Hallen so leichtfüssig gelingt, während ich eine Bogen darum herum machen muss wie der arme "Teufel", der angeblich das Weihwasser ungemein fürchtet. 

Ich fürchte mich ungemein. Und nun ist noch die Stunde der Gemeinen gekommen. Schon wieder eine. Eine Sternstunde unter Uranus/Neptun, die Endprogression eines anderen Verrückten aus vergangenen Tagen. Der Verrückte von heute aus Spanien, er heisst Santiago Sierra, lädt nun seine Gemeinde zu gemeiner Gemeinsamkeit ein. Man solle eintreten, um sich im Innern einer Synagoge vereint an das Heil zu erinnern. An das "Heil" der Vergangenheit. Geheiligt wurde sein Name! 

Damit die Heilung besser gelingt, lässt der Künstler durch Gummischläuche tödliche Autoabgase in eine Synagoge leiten und lädt die Besucher dazu ein, mit Gasmasken um Hirn und Schädel den heiligen Ort - als Ort des Grauens oder als Grauen am Heiligen Ort - völlig risikolos mit zu erleben. Risikolos, weil jeder Besucher nur ein bisschen Erinnerung mitbringen soll. Der Andrang sei gross, wird berichtet. Und da das Abenteuer doch nicht ganz ungefährlich sei, befinde sich die Feuerwehr immer dabei. Man beginnt zu zittern. Vor Angst. Bekommt weiche Knie und wird von panischer Lust überfallen, die dazu auffordert zu Boden zu sinken um Gras zu fressen - wie eine Kuh. Aber da ist kein Gras. 

Doch man war selbst gar nicht dort. Einige Besucher seien (fast) auf die Knie gefallen, andere hätten sich tatsächlich erinnert, niemand habe vorzeitig den Ausgang gesucht, die Erinnerung tat gut, man unterrichtet sich gegenseitig über den inneren Vorfall, der zum persönlichen Erlebnis wurde. Die eigene Vorstellungskraft wird gepriesen, denn nun hat man die Vergangenheit wiederkäuend miterlebt. Zum Glück hat sie aber niemandem die Sprache verschlagen. 

Die "Kunst" löst sich selber auf, die der Realität die Form abwimmeln möchte. Sie sät keine Erinnerung, fördert jedoch aktives Vergessen. Da wächst dann kein Gras mehr für heilige Kühe. Man riecht wieder Gas und beschreibt goldene Kälber.  

Das Märchen von der Meinungsfreiheit 

21.02.2006 - In Europäischen Demokratie-Gesellschaften werden keine Karikaturen verboten. Filme allerdings schon. Denn: Es ist schwierig, schon nur zwei verschiedenen Meinungen gleichzeitig zu genügen. 

Ich hätte mir sooo gerne den Streifen "Das Tal der Wölfe" angesehen. Jetzt haben sie ihn abgesetzt, einfach weil ein Bayrischer Gross-Mufti das wollte. Seine Meinungsfreiheit ist respektiert worden. Meine ist darob auf der Strecke geblieben. 

Blutige Anfänge(r) in Wien

27.11.2005 - Wie man schnell und einfach künstliche Berühmtheit erlangt, ist heute jedem klar. Früher gelang einem Künstler irgend etwas, was nicht jeder konnte. Dann reichte plötzlich schon das Mittelmass, um mit mittelmässigem Können und ein wenig allzumenschlichem Getue sich vor seiner Kunst aufzubauen. Heute ist es anders. Heute muss man tief unter das menschliche Mindestmass absacken, damit es klappt. Für eine Sau und ein Kreuz erhält man beispielsweise in Österreich einen Staatlichen Kulturpreis, der noch ziemlich stattlich ausfällt. 30'000 Euro fürs Blutverschmieren.

Die Partei, die solches sponsert, ist die Christliche Österreichische Volkspartei (ÖVP). Eine gottlos rasend aufgeschlossene Truppe, die mit ihrem kruden Gottesbild hohe Politik macht. Sodass wenigstens das Bild genau passt. Den Schmierling selbst sollte man aber - bitte! - weder mit einem Tiernamen versehen, schon gar nicht mit Schweinen die wir essen, noch sollte man seinen Aktionen gezielte Gotteslästerung unterstellen, denn beides würde voraussetzen, was ihm fehlt. Es ist das, was ihm offenbar schon immer fehlte. Also geht es auch nicht um diesen Nitsch. Und nicht mal allein um diesen Franz Morak, einen Staatssekretär, dem eine Wand fehlt. 

Es geht um senile Funktionäre, um einen morbiden Staatsapparat, um ein völlig untierisch schweigendes Publikum und um eine grässliche Partei, die all dies nicht nur hinnimmt, sondern sogar fördert. Von Staates wegen. Nitsch vereint alle Nieten in sich. Er hat ein grosses übermenschliches Herz. Und was daraus austrat, war seine blutige Verwandtschaft.

Zu den Bildern die wir hier nicht listen, leitet Sie dieser Link weiter. Die gezeigten  Wahnvorstellungen erklären zumindest den Kunstsachverstand der österreichischen Juroren, die ihr Trauma mit ihrem preisgekrönten Künstlers Nitsch geteilt, und ihren sinnlosen Wahn entsprechend gewürdigt haben.

zu den Szenarien

Und ich - ehrlich - ich wollte mal Künstler werden! Das stimmt. Habe mich sogar bis gestern manchmal ein wenig als so einer gefühlt. Wenn ich malte, dichtete, musizierte oder andere Dinge nebenbei tat. Aber ab heute gilt das nicht mehr für mich! Es soll mich keiner mehr "Künstler" nennen, man darf nicht mehr, es ist künftig verboten! Man nenne mich meinetwegen Dummkopf oder Trottel, es ist mir egal, man darf es sich aussuchen. 

Aber "Künstler" nehme ich demjenigen, der es sagt, nicht nur übel, sondern ich würde mich dagegen zu wehren wissen. Zuerst klage ich ihn an. Beispielsweise dafür, dass ich mit geistig verwirrten Hobby-Schlächtern in eine Reihe gestellt würde. Sollte ich mit meiner Klage nicht durchkommen, würde es wirklich brenzlig werden. Ich garantiere persönlich dafür.

Da ich in keiner Kirche oder Kunstakademie tätig bin, brauche ich niemanden zu verteidigen, ausser mich selbst. Was ich tue oder lasse ist somit ausdrücklich keine "Kunst" mehr! Auch habe ich weder mit österreichischen Juroren noch österreichischen "Künstlern" irgendetwas gemeinsam, wir teilen weder besondere Ansichten noch ein allgemeines Verständnis von Leben und Tod. Ich verstehe auch die österreichische Sprache nicht mehr, nicht einmal sie stimmt mit meinem Sprachgebrauch noch überein.  

Edgar Valentin Flückiger

Ihr lieben Schweine! Auch wenn ihr nicht reden könnt, könnt ihr verstehen. Wir opfern euer Leben für uns Menschen. Daher ist eines sicher: Der Mensch ist keine Sau! Der Mensch ist der Mensch, das ist sein Problem. Wofür wir euch ernsthaft um Nachsicht bitten müssten, was wir aber nicht einmal halbwegs tun. Doch was soll man erwarten? Die heutigen "Künstler" würden "grundlegende Fragen des Menschseins thematisieren", meinte Morak zum Blutvergiessen. Und irgendwie hat der Bursche ja recht. Sie haben schon anderen "Künstlern" freiwillig zugejubelt und waren es bald schon gewohnt, jeweils zu Zweit ihre toten Kameraden aus den Löchern zu tragen - wen kümmert nach solchen zutiefst menschlichen Erfahrungen aus Schützengräben noch das Blut einer Sau? 

 

Deutschland nach dem Presseball - 27.11.2005

Neuer Aussenminster durch Wiederholungen unter Druck

Wie der SPIEGEL aus einer mehrfachen Wiederholung eine permanente Repetition und aus der ständigen Repetition schliesslich doch noch einmal eine neue Nachricht macht.

Zugegeben, das ist schwer. Es braucht gute Journalisten dazu, die besten sind gerade gut genug. Wer sind die besten?

Halloo Frau Rooth!, möchten Sie etwas sagen zu den Überflügen und Stationen der Gefangenentransporte der USA über Deutsches Hoheitsgebiet? Ihre Aussage käme schon im zweiten Absatz vor. - Aber sicher! So ungefähr kam es zum Spiegel-Beitrag, der aus 5 Absätzen besteht. (Mit Frau Roth ist diese Frau mit dem "gestochenen" Blick gemeint, die übrigens mit in der Regierung sass, als die Überflüge stattfanden).

Grünen-Chefin Claudia Roth sagte: "Ich erwarte,....

Politiker von CDU, Grünen und FDP forderten.....

fehl am Platze,....( erklärt der Grüne Volker Beck).

wir brauchen......(sagte der innenpolitische Sprecher der FDP).

Unionsfraktionsvize Arnold Vaatz (CDU) hielt entgegen,....

Auch die FDP fordert,....

müsse der Minister verlangen, dass.....

braucht Deutschland sofort Klarheit....

Die FDP verlange zudem, dass.....

Dabei müsse auch geklärt werden, ob......

Karsten Voigt (SPD), warnte vor.....

Voigt betonte gleichzeitig........

-  Ende der Durchsage -  Dieser eine Beitrag bestand als Wiederholung wiederum aus Wiederholungen von Worten aus allen möglichen Mündern:

erwarte - forderten - fehl - erklärte - sagte - hielt - fordert - müsse - verlangen - braucht - verlange zudem - müsse - warnte - betonte -

Aussenminister Steinmeier dazu: Was zu lesen wäre, gäbe jetzt wirklich Anlass zur Sorge. (Verständlich!) Er müsse aber Fakten bewerten, keine Zeitungsberichte. 

Danach folgen die anderen dreizehn Wiederholungen.

 

Das Drama hinter den Kulissen

 

 

Das Forza- Institut

10.09.05 - Angela Merkel hat nach den Wahlen eigentlich recht gute Aspekte, im Transit. So sagen es auch begeistert die Astrologen, die in ihr ausnahmslos die künftige Kanzlerin sehen. Der laufende Jupiter stünde zur Wahl kurz vor ihrem MC (Meridian), also kurz vor Eintritt ins Berufshaus. Das stimmt. Sie wurde berufen! Dumm nur, dass in ihrem 10. Haus auch der Neptun steht: das Pseudonym, der andere Name (etwa durch Heirat) oder durch Verstellung und Schauspielerei. "Angie" ist ein Pseudonym, denn ein "Engel" ist diese Person nun nicht. Sie hat aber mehrmals die Richtung gewechselt - Honegger, Kohl, Bush, denglische Namen, und lügen kann sie auch ganz gut - über Kindergartenplätze und so weiter. Und so weiter.

Und nun noch Kirchhof! Und mit ihm sein Grosser Wurf. Der aber lügt nicht mal, der sagt einfach nichts. Ich habe ihm 30 Minuten lang zugehört - bei Maischberger - und ehrlich gesagt, überhaupt nichts verstanden.

"Angie" fährt nun im Schlafwagen zur Macht. Doch der Zug ist noch nicht ganz angekommen! Als eingangs September Neptun und Saturn exakte Aspekte zu ihrem Mond und Pluto bildeten, wurde sie aufgeweckt. Es kam wenigstens zur Ernüchterung. Und die macht sich jetzt ziemlich breit.

 

So genau arbeitet der Kosmos!

 

 

Warum wir das zeigen?

Wir möchten zeigen, wie genau die Planeten wirken, wie exakt der Kosmos arbeitet.

Sollen dies nun die die letzten Konstellationen sein, die sich bildeten? Nein, es kommen noch andere bis zum 18 September. Aber dann dauert es noch eine Weile.

 

(immerhin) Forsa im Aufwind

Am 09.09.05 zur gleichen Zeit meldet beispielsweise der Nachrichtensender n-tv: Die Meinungsforscher vom "forsa-Institut" hätten Wähler befragt. Nämlich so: "Bei 59 Prozent der Befragten komme immer noch Trauer auf, wenn sie heute an denn 11. September denken". Trauer?, denkt man. Trauer - im Kopf oder im Herz oder im Bauch, oder wo? Das heisst, mindestens 58 Prozent der forsa-Befragten lügen, und sie lügen sogar wie wie gedruckt. Denn Unbeteiligte können gar nicht traurig sein über vergangne Bilderstürme. Oder sie sind krank. Man kann nicht traurig sein über ein Ereignis, das man nicht selber direkt oder durch Angehörige miterlebt hat. Und wo man nicht dabei gewesen ist. Das waren alles Christdemokraten! Denn: Bedauern kann man das, das schon, aber traurig sein -  nein! Es sei denn, die Befragten verwechseln die Trauer mit ihrer Auskunft. Und das tun sie wohl auch. Aber gleich darauf: "Wie oft putzen sie sich die Zähne am Tag?" Einmal, zweimal, dreimal? Die meisten der Befragten tun es angeblich zwei Mal.

Stimmt zwar auch nicht, aber dafür kommt dann ein Werbespruch, der die ganze Wahrheit ausspricht: "Gut, wenn sie Kompetenzen ergänzen!" (Tv-Sender n-tv am 09.09.05 um 15. 50 bis 15. 53 h - also innerhalb von 3 Minuten!)

Und gleich darauf stolpert noch der zukünftige Punkte-Minister Paul Kirchhof ins Studio und erzählt Frau Maischberger: Er habe den Grossen Wurf in der Tasche, den er in der kommenden Regierungszeit umsetzen wolle. Dafür müssten nur 418 oder zuerst 153 - oder später eigentlich 246 oder 264 "Punkte" gestrichen werden. Hinter jedem Punkt verbergen sich ein paar Euro. Punkt.

Kanzler Schröder und Frau Merkel

 

 

 

Auf Spurensuche 2004 "Unter dem Titel...?"

Natürlich - wie könnte es anders sein  - sind die folgenden Missgeschicke während der Zeit passiert, als der Merkur rückläufig war. Merkurs Rückläufigkeit dauert diesmal vom 1. bis zum 26. Dezember 2004. Nicht nur die Wahlen in der Ukraine müssen wiederholt werden. Man muss gegenüber Denkfehlern besser aufpassen, und in punkto Aussagen deutlicher werden und noch einmal über die Bücher. Auch dies gilt nicht allein für den möglichen oder unmöglichen EU-Beitritt der Türkei oder den angeblich geplanten Bush Besuch. Es gilt ganz allgemein. Sonst kommt nicht zustande, was man unter diesem Merkur anberaumt hat.    

Auf den Hund gekommen

17.12.04 - Doch endlich! Es war wirklich an der Zeit. Endlich findet man unter dem Titel jetzt auch die Untertitel. Denn nun hat sich die Binsenwahrheit durchgesetzt, dass die Schlagzeile "Hund beisst Mann" beim Leser keine Aufmerksamkeit mehr erregt. Die Konsequenz aus dieser Wahrheit hat nun sogar die Praxis erreicht. Die Situation müsste nämlich umgekehrt sein, damit sich jemand dafür interessiert, hiess es schon lange. Dazu muss man aber erst noch ein geeignetes Opfer finden. Hunde lassen sich normalerweise nicht  so einfach beissen. Die Story, von der Boulevardblätter wie "Bild" und "Blick" nur träumen, hat der "SPIEGEL" aus Hamburg kurz vor Jahresende noch glücklich gefunden. Dabei ist das Blatt buchstäblich auf den Hund gekommen. 

 

 Im SPIEGEL am 14. Dezember 2004  (Fotografie Ausschnitt Spiegel-Online.de/aus dem Internet)  

 

Im Übrigen wendet sich der SPIEGEL als grundseriöses Journal eigentlich meistens vehement gegen solche Geschichten und vor allem gegen diese Art von Berichterstattung. Am 13.02.2004 zum Beispiel. Damals liess das Journal Hans Leyendecker als "einen der bekanntesten investigativen Journalisten Deutschlands" zu Wort kommen. Leyendecker fand damals: In Deutschland gälte der Meinungsjournalismus leider immer noch mehr als der Recherchejournalismus. Es sei ein Unglück, fand man, dass die falschen Medien den Ton angäben. Die 'Bild'-Zeitung würde zunehmend zur Lokomotive für die allgemeinen Themen - was die Bedeutung einer sehr bedenkliche Entwicklung in sich berge, was dadurch in seriösen Zeitungen passiere." 

Damit hat er doch Recht!

Frage: Wie sehr liegt aber den Seriösen an ihrer Seriösität? 

 

 

Am 13.02.2004

Unter dem Titel:

  "Wenn einer ein Thema entdeckt, rennen alle hinterher" stellt der SPIEGEL die Top Ten jener bemerkenswerten Themen zusammen, die Journalisten und Wissenschaftler der deutschen Medien im vergangenen Jahr glatt übersehen haben. Damit beklagt man im SPIEGEL, dass immer mehr Kollegen dem "Bild"-Mainstream hinterherlaufen.

Damit hat man natürlich Recht! Aber wenn die Geschichte, dass ein Mann einen Hund beisst, endlich geglückt ist, muss das wirklich die ganze Welt erfahren? Droht ihr sonst eine globale Informationslücke? 

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Am 14.12.2004  


Unter dem Titel: 

"Das Phantom Sarkawi" berichtet der SPIEGEL auf einer ganzen Webseite von den äusserst raffinierten Methoden eines Verbrechers.   

Nach seinen vom "Tagesspiegel" aus Berlin übernommenen Informationen - so der SPIEGEL aus Hamburg - verfüge der Terrorist Abu Mussab al-Sarkawi  einem Zeitungsbericht zufolge über eine besondere Methode, um seinen Häschern zu entgehen. Angeblich tarne er sich hochprofessionell mit Schminke aus der europäischen Filmindustrie.

Ach so! 

Der SPIEGEL wiederholt nach dem Städtenamen "Berlin" wo der Tagesspiegel verkauft wird: - Trotz des Kopfgeldes von 25 Millionen Dollar habe der gesuchte Sarkawi im Irak bisher stets entkommen können. Doch westliche Geheimdienste hätten dem "Tagesspiegel" zufolge sein bisher erfolgreiches Fluchtkonzept jetzt ebenso erfolgreich enträtseln können. Der Terrorist beschaffe sich nämlich Kosmetika aus der europäischen Filmindustrie.

Wer hätte denn an so etwas gedacht? 

Und weiter: Ganz ähnlich wie beim Schminken von Schauspielern sei es mit dem professionellen Material nämlich möglich, das Aussehen auch von Terroristen derart stark zu verändern, dass die Gesuchten kaum mehr wiederzuerkennen seien, berichte die Zeitung unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Donnerwetter! Kann man da nur sagen. 

Das lässt nun laut "Spiegel" beziehungsweise "Tagesspiegel" den Schluss zu: Dass die Tarnung mit dieser "falschen Haut" vermutlich zu den Gründen dafür gehöre, dass Sarkawi sich trotz intensivster Fahndung mit Steckbriefen und verschiedenen Bildern und Fotos im Irak weiter frei bewegen könne - also "beinahe wie ein Phantom", zitiert das Blatt einen Sicherheitsexperten.

Jetzt weiss man wenigstens, wofür Sicherheitsexperten gut sind. Die finden wirklich alles heraus! Dabei sind Geschminkte für Geheimdienste "Phantome". Und schon wieder hat Hollywood die Hand mit im Spiel. 

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Am 26.03.04 und am 11.11.04 

 

  Unter dem Titel: 

"Der Türsteher zu Hölle" berichtet im SPIEGEL ein Reporter über seinen Eindruck vom neuen Führer der Hamas, Dr. Rantisi, nach der Ermordung des Palästinenser Scheich Yassin.  

Am 26. März 2004 im "Spiegel": - >> Es kam mir vor, als wäre ich soeben im Kino gewesen. Das kann so alles nicht wahr gewesen sein! Es konnte nur eine logische Erklärung für Rantisis Auftreten geben: „Er war ein israelischer Agent!“ 

Am 11. November 2004 verlautet die neue Botschaft vom gleichen Reporter fast mit denselben Worten nach dem Tod von Jassir Arafat: >> Erstaunlich dabei, dass noch nicht einmal den Giganten unter der Verschwörungstheoretikern die Idee gekommen sei, „dass Arafat ein Agent der Israelis gewesen sein könnte“. <<

Zwischen dem 26 März und dem 11. November 04 lagen immerhin fast neun Monate, die Zeit einer Schwangerschaft bis zur Geburt. Aber da ist noch nicht einmal ein neuer Gedanke geboren worden. Frauen gebären lebendige Kinder in dieser Zeit und der Mann klagt über Gott und die Welt - mit einem einzigen Gedanken, mit nur einer grauen Theorie. Der männliche Geist verharrt in sich und - möchte betonen. Nur was eigentlich? 

Hat da noch jemand einen Vorschlag für die Top Ten der vernachlässigten hochgeistigen Themen? 

 

  Edgar Valentin Flückiger 

Das Rätsel der 911 Tage der Sonne

 

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