L-8 Monster-Konzert: Orpheus in der Jauchegrube


 

 

 

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    Wenn «Gott» ruft  

02.07.05 - Hätte Orpheus in der Unterwelt ein Konzert für Politiker veranstaltet, hätte er sich in einer Jauchegrube befunden, Hades-Pluto hätte ihn gar nicht gehört. Die Unterwelt hätte auf sein Konzert nicht reagiert. Sie reagiert nur auf echten Gesang.

Merkur und Pluto (Orpheus der Sänger, und der Tod) im Menschheitshoroskop zeigen daher einen Schlammassel an, der wohl aufgrund einer Verwechslung zustande kam. Wenn das Vorhaben mit diesem Monsterkonzert im Rückblick misslingt, werden einige Sänger womöglich vor Schreck erstarren, und die geliebte Eurydike wird für immer zurückbleiben müssen. Man kann daher nur hoffen, dass sich wirklich etwas Grundlegendes ändert, weil die Beteiligten sonst eine Schellenkappe als Symbol erhielten. Einige Nummern kleiner wäre dann schon wahre Grösse gewesen.

Wie wäre es daher, wenn heute und in diesen Tagen für die von Hunger und Durst akut Bedrohten ganz einfach Fresspakete mit Heilmitteln und Wasserflaschen über Afrika abgeworfen würden? Und wenn die kommenden Wochen und Monate die Privatflugzeuge der Promis einmal für die Wirklichkeit zum Einsatz kämen? Jetzt, wo gerade alle in Stimmung sind, um noch schnell etwas zu tun. Mit einem Segen von oben, aber diesmal - ohne Krieg! Ganz einfach ohne Bomben und Splitterminen, die hinterher fallen und dem armen Finder mindestens noch einen Arm oder ein Bein abreissen. Oder ihn sogar ganz vom Hunger erlösen. Nein, einfach mal ein Tag, wo über Afrika etwas wirklich Gutes vom Himmel fällt. Damit die Satten und Reichen hier, ihre Spendierlaune glücklich loswerden können.

Es ist ja nicht so, dass man nicht helfen möchte: zuerst sich selbst und nachher anderen auch. Die Menschen helfen einander wirklich - spätestens nach jeder Katastrophe. Im Moment versuchen sie es sogar mittendrin. Mitten in der Katastrophe, die sie vor 20 Jahren entdeckt haben. Fantastisch! - falls es etwas nützt. Es wäre gerecht, human und schön. Man soll das nicht schon vorher allzu sehr hinterfragen.

Falls es etwas nützt, werden wir wirklich Frieden kriegen, im Herzen eine gute Laune erhalten. So etwas macht Schule, das gute Beispiel steckt an. Die Zeitungen werden eine neue Spalte eröffnen, mit den Nachrichten über die wöchentlichen Wohltaten und Wunder, die künftig geschehen werden. Wir werden Sänger ernst nehmen und Politiker noch mehr verachten. Wir werden sagen: Sie haben getan, wovon ihr ständig nur geredet habt. Auch unsere eigenen Verstorbenen werden wieder Kränze erhalten, die Spenden brauchen nicht mehr alle an "terre des hommes" und andere Hilfswerke umgeleitet werden.

Allerdings. Eine einzige Frage müsste dann doch noch erlaubt sein. Nämlich die: Warum haben wir es nicht schon früher getan?

Wenn wir jetzt tatsächlich helfen können, stehen wir breitbeinig vor der neuen Katastrophe, dass nun untersucht werden muss, warum es nicht schon vorher geschah. Und das Resultat dieser Untersuchung lautet dann unweigerlich: Wir haben uns alle Jahrzehnte lang unterlassener Hilfeleistung mit millionenfacher Todesfolge schuldig gemacht!

Dafür kommt man normalerweise schon bei einem Einzelfall hinter Gitter. Falls das Konzert also etwas nützt, sehe ich solche Klagen massenhaft direkt auf uns zukommen. Ein Untersuchungsausschuss muss gebildet werden. Eine Art Hungerkommission mit Todesfolge. Die wird zuerst die Urheber feststellen, und zuletzt wird festgenommen, wer an diesem kolossalen Verbrechen beteiligt war. Das sind viele! Jeden Tag sterben Zehntausende und wir lassen es zu. Noch jetzt - noch während dem Konzert, das künftig alles verändert. Dies ist nicht schierer Zynismus: Europa muss dann eingesammelt werden, denn Hunderttausende sollen nach diesem Konzert in den Knast. Weil wir alle daran beteiligt waren!

Wer also jetzt den Mund aufmacht, muss vorsichtig sein, was er sagt! Er muss vorsichtig sein, wenn er singt. Er muss vorsichtig sein, wenn er schreibt und wenn er redet. Und er sollte vorsichtig sein, wenn er beim Fernsehen mit Daumen und Zeigefinger schnippt und auf lässige Weise dieses seltsame Geräusch verursacht: "Schon wieder ein Kind gestorben! Alle drei Sekunden". Schnippisch klickt man sich von einer Tatsache zur nächsten nämlich am besten. Und es ist auch leichter, als noch Worte darüber zu verlieren. Singen auch, denn das hat man ja immer getan. Was denn sonst? Doch von nun an wird alles anders.

Abbildung unten: Menschheitshoroskop / Europa

Der liebe "Gott" hat gerufen. Der Ascendent von Berlin (Grönemeyer singt) und der Ascendent in London (Bono singt) steht im Menschheitshoroskop beim Neptun. Und Neptun ist nun mal das Göttliche. Da jedoch noch immer nicht ganz klar ist, wer "Gott" ist, kommt es darauf an, was man darunter versteht. Seinen wichtigsten Anhängern und Ausläufern fällt in der Regel immer was ein. Die spüren nämlich, wenn wieder "Good Time" ist! 

Gleichzeitig steht die "kindertötende" Lilith (Originalaussage in jedem Buch über Lilith) bei der progressiven Sonne im Menschheitshoroskop. Das passt zusammen. Man sonnt sich gemeinsam in Lilith, dem Schwarzen Mond und das heisst: im Sterben. Ja, man singt nun, konzertiert, während die Kinder uns lautlos verlassen. Also ehrlich, ich hätte nie gedacht, dass man die Aussage bezüglich Lilith derart wörtlich nehmen darf, in einem Ära-Horoskop. Ein solares Konzert der solaren Selbstdarsteller gegen das unsägliche Kindersterben. In Afrika.

Wenn es aber anderen etwas hilft, den kommenden Kindern wohlgemerkt, wäre das Sich-sonnen-im-Guten nur ein Vergehen von guten Menschen, ein Gentlemandelikt sozusagen. Sonst bliebe es aber nichts anderes als ein Verbrechen! Und es hätte nun eine noch haarsträubendere Form angenommen, als bisher. Albert Schweizer, der 'Verrückte von Lambarene', würde sich nach diesem Nekrolog hoffentlich im Grab umdrehen. Und zwar so, dass es alle hören!    

Abb. OBEN. 3. Linie Mond/Saturn: Punkt 1. Alle öffentlichen Politiker sind derzeit unbeliebt. Es gibt und gab Schlägereien in Parlamenten. Tony Blair ist der Verräter, die anderen befinden sich in Erklärungsnotstand. Nach allen Umfragen befinden sich Bush, Schröder, Chirac, ect. auf dem Tiefpunkt. (Der Gesetzgeber und die Regierung, Saturn, beim Volk, Mond). Der frisch gewählte Iraner ist bereits von Verleumdungskampagnen umringt. Regierende und Völker haben nicht zu lachen.

3. Linie Ascendent-Neptun: Punkt 2. Neptuns verklärten Helden, Sternchen und "Staren" übertragen ihren Mangel an Bodenhaftung via Liebes-Parade auf ein Welt-Publikum, was zum kürzesten Nekrolog auf die Kinder Afrikas aus eigener Angst zu werden droht. Der globale Zynismus könnte sich dann weiter im ewigen Nektar sonnen. Die Rufer "Gottes" wollen offenbar sichtbar machen, wie schuldig sie selber sind. Sie möchten sich zu erkennen geben. Es sind Millionäre, Gesangs- und Schauspielermillionäre, die im Dreisekundentakt mit Daumen und Zeigefinger schnippen, so lässig wie es eben nur geht, weil in diesem Abstand jeweils ein Kind stirbt. Vom Geld für diese Werbung allein hätten viele Brunnen und Schulen gebaut werden können.  

3. Linie Sonne-Lilith, Schwarzer Mond: Punkt 3. Man sonnt sich im Sterben der Kinder. Das heisst: Während der Zeit von Gesang und Konzerten sterben ja weiter hunderttauende von Kindern. Täglich ungefähr zwanzigtausend. Der Gesang ist also bereits ein Nekrolog, eine Grabrede, und das Ganze muss eine Trauerfeier sein - wobei wahrscheinlich niemand daran teil nimmt. Unsere Wahrnehmung und unser Hörvermögen spaltet sich in dem, was sich hier tut. Unter Sonne/Lilith im Welthoroskop ein Weltkonzert veranstalten, das kann nur vollends Verklärten gelingen. 

3. Linie Merkur/Pluto: Punkt 2. Und mit Merkur Pluto unter Punkt 2 (oben) wird die Sache gespenstisch. "Spiel mir das Lied vom Tod", wobei Merkur noch die Jugend, Kinder unterstreicht. Die Sänger (Merkur) können gar nicht mehr singen, der Tod selber (Pluto) lässt es nicht zu! Also steigen die kleinen Orpheus' in die Jauchegrube und versuchen den Herrscher in ihren Zuhörern und Zuschauer zu betören. Mit Worten. Mit Kritik - an der Politik. Wo bleibt die eigene Veränderung? Ein Konzert mehr! Als Veränderung? Das wäre dürftig. Der Anspruch fiel dann dafür umso pompöser aus.

Es ist schon Herz zerreissend, diese erbärmliche Geste: bei manchem meldet sich nach 20 Jahren Oberflächenwissen und schlechtem Gewissen, zig Goldenen Schallplatten, Monstervillen und Privatflugzeugen, jetzt doch noch das Herz für Sterbende. Für sterbende Kinder. Ausgerechnet unter Merkur/Pluto! Dies wäre dann auch ein Aufschrei wert, wenn es schief geht. Ein Aufschrei gegen die Verlogenheit, Heuchelei und Habgier, die noch auf Kosten der Hilflosesten der Hilflosen ein Konzert für Politiker veranstaltet, um sich selbst dazustellen. "Wir sind besser als ihr, wir haben schon sterbende Babys gestreichelt!" Wenn es das ist, was sie der Welt auch noch erklären wollten, dann bleibt uns zuletzt nur noch die Politik. Und die ist bereits schon, wie sie ist. Und gegenüber der hätten wir ohne die Claudia Schiffer, die Toten Hosen, Madonna, Grönemeyer und andere Weltverbesserer kritischer bleiben dürfen - und müssten nicht fast noch dankbar werden dafür. Deshalb: Verändert die Welt! Zum Guten!    

Man muss die Sänger in der Unterwelt daher am Zurückschauen hindern. Um ihretwegen. Damit sie wissen, worauf sie sich eingelassen haben. Auf Merkur beim Pluto nämlich! Und das ist kein Spass. Diese Verbindung entspricht - nach menschlicher Vorstellung - auch einer Schwarzen Messe, dem megamässig verirrten, geschmack- und instinktlos dahindümpelnden Glaubensverständnis, das dem Ritual von Besessenen entspricht. Grönemeyer, Madonna und Co nähmen Kontakt zu Verstorbenen auf, riefen ihre Vexierbilder in der Masse an und wüssten nicht mehr, wer darauf tatsächlich antwortet.    

Schnipp und Klick im Dreisekundentakt, das entspricht sicher nicht dem Geschmack der Unterwelt. Wenn sie aber selber fliegen, über Afrika und sonst wo, dann könnte das Gesang sein. In unseren Ohren, in den Ohren derer, die helfen möchten und es selber nicht können, und vor allem in den Ohren derer, denen geholfen werden muss. Sie würden Menschen glücklich machen, ohne viel Lärm.   

(Alle Beschreibungen galten der Abbildung oben).      

   

Hühner aus Afrika - singen und trompeten laut, treten in Gruppen auf - werden bevorzugt von Europäern gegessen.

Doch die Medien haben mit dem Weltkonzert gegen den Hunger ein neues Thema gefunden, sie haben es gratis erhalten, um so zu sein, wie sie sind. Um zu berichten, wie sie es tun. Damit die Worte Hunger und Kinder wieder mal vorkommen. Daneben informieren sie uns genau darüber, dass der 1.804 US-Soldat im Irak gefallen sei. Eine täglich exakte Zahl. Sie wird sogar immer exakter. Nur von den gefallenen Irakern gibt es gar keine Zahlen. Null.

Allein das erinnert schon verdammt an den Holocaust - und umgekehrt auch an die ganze Zeit danach. Wo es dann auch zweitklassige Tote gab.

Künstler wollen Dicke erwecken?

 

und Satte denken & fliegen lernen  

Ungefähr zwanzig Tote seien es gestern im Irak gewesen, vorgestern vielleicht vierzig. Daraus werden aber keine Summen, keine Zahlen, die ja noch das einzige sind, was Zeitungen zu bieten haben. Unter Saddam waren die Kirchen noch voll im Irak. Und vor dem Embargo des Westens begannen die Iraker wohlhabend zu werden. Heute haben sie einen Krieg, der zehn Jahre dauern wird. Vor den Wahlen in den USA wurden jeden Tag Interviews zum Irak-Krieg abgedruckt, heute interessieren die Medien solche Meinungen überhaupt nicht mehr. Es ging also damals gar nicht um Menschen, es ging um eine Wahl, die hätte beeinflusst werden können davon. Sie wurde nicht.

Aus dem Irak sind die Reporter abgezogen. Einige besuchen lieber die Schweiz, da droht ihnen keine Gefahr. Andere berichten von Konzerten, gegen oder für den Hunger. Doch nun kommen in Europa die Sänger und Schauspieler zum Zuge und die zeigen hoffentlich allen, wie man es macht. Mit Spiel und Gesang. Von seinem legendären Hit: "Wann ist ein Mann ein Mann?" steigert sich Grönemeyer zu einem menschlichen Wesen, um sich selber die Frage zu stellen: "Wann ist ein Mensch ein Mensch?" Er wird es herausfinden. Lang mag es dauern. Aber immerhin hat jetzt die Aufklärung wirklich begonnen. Und die Hoffnung ist zwar auch nicht unsterblich, aber vielleicht stirbt sie tatsächlich zuletzt?  

edgar valentin flückiger

 

 

 

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