Die letzte Reise - nach Regensburg


 

 

 

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         Keplers Weltenharmonie 

 

02.12.04 - Es gibt zweierlei Achsen, die bei einem normalen Abschied (also nicht bei Unfall oder Attentat) immer beteiligt sind: Sonne/Saturn beim gewaltlosen Sterben durch Alter, Krankheit oder Erschöpfung. Und Mars/Saturn bei einem gewaltsamen Sterben oder einem Ende, das dann eintritt, wenn der Antrieb (Mars) das Knochengerüst (Saturn) und damit sein Träger selbst sich durch irgend welche Anstrengungen triebhaft überfordert. Johannes Kepler ist nicht gewaltsam gestorben. Er machte sich im Jahr 1630 auf die Reise von Leipzig nach Regensburg, kam dort nach einem langen Ritt erschöpft an und wurde sofort krank. Von dieser Krankheit hat er sich nicht mehr erholt. Kepler ist am 15. November 1630 in Leipzig gestorben. (Im neuem Kalender gilt dafür der 25. November!) 

 Wenn kein gewaltsames Sterben vorliegt, ist Sonne und Saturn zu betrachten. Bei Kepler bilden Sonne und Saturn die Achse (ihrer Halbsumme) ungefähr zehn Grad unterm Deszendent im 6. Haus von Keplers Geburtshoroskop. Die Geburts-Sonne bildet ein gutes Sextil (60° Grad) zum Saturn wie auch umgekehrt der Saturn zur Sonne. Die Halbsummenachse befindet sich demnach im halben Abstand zur Sonne, was wiederum zirka 30° Graden entspricht. Und weil sich die Achse von Sonne/Saturn pro Jahr um ein halbes Grad bewegt, hat sie ungefähr im Alter von 60 Jahren diese 30° Grad zurück gelegt und somit die Geburts-Sonne erreicht. Kepler war knapp sechzig Jahre alt als er starb.

Nun kannte Johannes Kepler die Planeten Uranus, Neptun und Pluto noch nicht, dafür waren ihm die anderen Planeten umso genauer bekannt. Er hat seine Konstellationen mit Sicherheit hin und wieder betrachtet und wusste über diesen Aspekt in seinem Horoskop wahrscheinlich genau Bescheid. Die Sekundär-Progression (nach dem Mass: 1 Tag = 1 Jahr) war ihm (und anderen) damals ebenfalls vertraut.      

Johannes Kepler 27.Dezember 1571 Weil der Stadt / 14.01 Uhr GMT

Innen Keplers Geburtshoroskop. Der blaue Punkt zeigt die Achse von Sonne/Saturn der Geburt. Der Weg zur Geburts-Sonne hin, ist aussen ebenfalls mit blauen Punkten angezeigt.  

Ein kurzer Blick in Keplers Geburtshoroskop 

Ein Blick ins Geburtshoroskop von Kepler zeigt uns auch, was Kepler damals nicht wissen konnte. Der einst noch unentdeckte Planet Neptun stand bei Kepler exakt am Geburts-Aszendent. Der Uranus, ebenfalls noch unbekannt aber dennoch wirksam, befand sich bei Kepler im 7. Haus. Der dritte Weltenherrscher, Pluto, stand in einer Konjunktion bei Jupiter ganz oben im Horoskop. 

Johannes Kepler hätte eigentlich viel Geld verdienen müssen (Jupiter/Pluto), und dies war auch tatsächlich der Fall - man schuldete ihm über Jahre die Summe von 11'817 Gulden, was zu damaliger Zeit ein Vermögen war.  Und der erlauchte Schuldner war kein geringerer als der Kaiser selbst. Auch das entspricht Jupiter/Pluto, wenn das Geld für einen Krieg eingesetzt und buchstäblich verpulvert wird. 

Mit Uranus im 7. Haus hätte Kepler eigentlich zeitlebens  Prozesse führen müssen oder es sogar selber wollen, denn mit diesem Stand prozessiert man wegen jedem Fliegenschiss (im US-Horoskop steht Uranus exakt an der Spitze vom 7. Haus)! Auch dies war bei Kepler - allerdings mit Neptun am Aszendent - nur widerwillig und gezwungenermassen der Fall: Seine Mutter wurde von der Inquisition als Hexe angeklagt, für die er mehrmals Advokat zu spielen hatte. Er selbst stand im Dienst eines Kreuzritters (Wallenstein), den er beriet, er kämpfte um die Anerkennung seiner Lehre - wenn auch mit einem lachenden Auge, - ausserdem dürfte er ständig an die elf tausend Gulden gedacht haben, die ihm die Kriegsherren schuldeten und - gegen die er diesen Prozess nur in Gedanken führen konnte. 

Neptun am Aszendent hat Kepler keine Willkür erlaubt - aber bissige Bemerkungen schon. Über Kunden oder das Menschengeschlecht schlechthin konnte er es sich nicht verkneifen prägnante Vergleiche anzustellen. Er verglich die Gehorsamkeit der Menschen beispielsweise mit der Gehorsamkeit von einem Hund. Ihr übriges Verhalten auch. In einem Aufsatz, nicht nur in einem Satz! Darin darf man bereits schon ein Teil seiner "Weltharmonie" erkennen.       

 

Damit kehren wir zu Sonne/Saturn und der Sonne zurück: 

Bei Kepler stand nun die oben erwähnte Achse von Sonne/Saturn bereits schon bei der Geburt in einer exakten Spiegelung zur Geburts-Sonne. Also in genauem Gegenbogen. Das heisst, die 15° Grad Schütze (von Sonne/Saturn) spiegeln in 15° Krebs und warfen dort eine exakte Opposition zu seiner Sonne auf 15° Grad Steinbock. Grüne Linien unten. Damit war er geboren worden und damit lebte er.  

Doch damit war auch bereits schon im Geburtsbild folgendes klar: Wenn eines Tages diese Achse von Sonne/Saturn die Geburts-Sonne erreichen würde, dann spiegelte sie dort auch gleichzeitig sich selber! 

Das heisst, die progressive Sonne/Saturn Achse stand dann umgekehrt in einer Spiegelung auch zum eigenen Platz, also zur Geburtsachse von Sonne/Saturn in Keplers Horoskop! Und sie befand sich gleichzeitig auf der Geburts-Sonne. Diese Gleichzeitigkeit verdoppelt die Wirkung. Und das Wesen der Gleichzeitigkeit dürfte Kepler vertraut gewesen sein. Somit gab es weit und breit keinen anderen Zeitpunkt, der im Umkreis seiner Lebensspanne so gravierend sein konnte.

Es gab eigentlich überhaupt keinen anderen Zeitpunkt, der mit solch (doppelter) Wucht auf eine Trennung hinwies. Ein Hinweis, der sich bei seinem Eintreffen vollumfänglich bestätigte. 

Die Achse Sonne/Saturn auf der Sonne brachte zuerst die körperliche Trennung durch die Reise nach Regensburg. In Regensburg angekommen aber auch die geistige Trennung von der Welt und die Verbindung zum Tod. Mit Keplers letzter Reise und der plötzlichen Krankheit nach seiner "Ankunft" in Regensburg nahm Kepler in jenen Tagen und Wochen eigentlich permanent Abschied. Abschiednehmen ist die Entsprechung von Sonne/Saturn auf Sonne/Saturn. Und auf der Geburts-Sonne betrifft es diesbezüglich Körper und Geist. Also die ganze Individualität des Nativen. 

Auf der nächsten Abbildung sehen Sie den Fortschritt von Sonne/Saturn in der Progression. Die Trennungs-Achse hat zum Todeszeitpunkt 1630 exakt die Geburts-Sonne erreicht. (Roter Strich ganz aussen. Der blaue Strich innen ist der Geburtsplatz davon).  

    

 

Die Geburts-Achse Sonne/Saturn erreichte in der Progression die Geburts-Sonne! Und diese Achse steht in einer exakten Spiegelung zu ihrem eigenen Platz. 

Als Tagestransit war die gleiche Achse - Sonne/Saturn in einem exakten Quadrat zum Geburts-Meridian fällig. Das war am am Todestag.

 

 

Man kann den Weg der Sonne/Saturn Achse auch auf der Linie verfolgen. Das gleiche Bild auf der Linie  sieht so aus: Abbildung unten. 

1. Linie das Geburtshoroskop, 2. Linie die Progression zum Todeszeitpunkt. 

In den fast 60 Jahren, die Kepler lebte, bewegte sich die Achse Sonne/Saturn von oben (1. Linie) unten (2. Linie) nach links zur Geburts-Sonne. Als die Achse Sonne/Saturn die Geburts-Sonne erreicht hatte, starb Johannes Kepler in Regensburg. Diese Konstellation dürfte Kepler zweifellos gekannt haben, als er sich Notizen über eine Wiederholung von Konstellationen in seinem Horoskop machte. Warum er trotzdem - oder vielleicht sogar warum er gerade deshalb - von Leipzig nach Regensburg reiste, darüber könnte man im Nachhinein nur spekulieren.  

 

      

 

Vielleicht, so würde man meinen, dass man das überleben könnte. Man denke an die heutige Lebenserwartung und die Medikamente über die wir inzwischen verfügen. Wenn man aber die nächste Abbildung genau betrachtet, wo durch Teiler 8 auch Halb- und Anderthalb-Quadrate sichtbar werden, sieht man die Harmonik von Werden und Sterben etwas genauer. 

 

 

Hier befindet sich nun die Sonne der Geburt in engem Aspekt zur Sonne/Saturn Achse der Geburt. 

Und die progressive Sonne steht hier ebenfalls in engen Aspekt bei der progressiven Sonne/Saturn Achse. 

Und das Leben wollte es so, dass die progressive Konstellation auf der gleichen Konstellation wie die der Geburt stattfand! Einfach auf der anderen Seit - im Gegenbogen, als Spiegelung. 

Wenn man dies betrachtet hat, machen auch (links von der progressiven Sonne auf der 2. Linie)  Pluto und Neptun einen Sinn, die sich über die Jahre näher rückten, um im Jahr 1630 zeitgleich und gemeinsam einen exakten gegenseitigen Aspekt miteinander zu bilden.   

 

 

 

Die Harmonischen Aspekte

Nächste Abbildung: 

In Teiler 6, wo exakte Trigone und Sextile ebenfalls sichtbar werden, ist sogar angezeigt, dass die progressive Sonne (2. Linie rot) auf den progressiven Saturn zusteuert. Und der Weg vom progressiven Saturn hat in den letzten Lebensjahren von Kepler über seine Geburts-Sonne geführt. Das allein zehrt schon empfindlich an den Kräften. Er befand sich aber immer noch dort. Und nun kam noch die Sonne dazu. Was noch dazu exakt auf der Geburts-Sonne geschah. 

 

 

Das Ende von Kepler in Regensburg war daher alles andere als ein Zufall - einen solchen hätte er selber auch nicht gelten lassen. Ob er die Reise als Vorbereitung auf sein Sterben unternahm, wissen wir nicht. Es wäre immerhin möglich. Hermes-Merkur der Reisebegleiter in die Unterwelt stand in den Tagen seiner Reise zusammen mit Venus und Saturn im Skorpion und hatte seinen eigenen Geburts-Saturn überquert: Eine Reise, die getan werden musste! Die offiziell bekannten Gründe drücken diese Notwendigkeit zu diesem Zeitpunkt nicht unbedingt aus.   

Auf  die Beteiligung der äusseren Planeten wurde in dieser Untersuchung bewusst verzichtet, weil sie selbst - und folglich auch ihre Ephemeriden - zur damaligen Zeit noch unbekannt waren. 

 

edgar valentin flückiger

 

 

     

        

 

                                          

   John F. Kennedy                     Friedrich Nietzsche                     Kepler zu Wallensteins Tod 

 

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