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Zum Jubiläum eines Dauerlügner der Medien

Der Terrorismus-Versteher Henryk M. Broder 

im SPIEGEL aus Hamburg 

10. 09. 2004 - Pünktlich zum Dreijährigen Jubiläum seit dem 11.9 meldet sich im Spiegel aus Hamburg der Kolumnist Henryk M. Boder zu Wort. Einfältig, wie zu erwarten war. Einfalt ist aber noch kein Grund, um sich darüber aufzuregen. Einfalt und Unverschämtheit gegenüber den Lesern schon eher. Es kommt auf die Art der Unverschämtheit an.   

 Broder ist im Spiegel für das Ressort Schwarz-Weiss zuständig. Diesmal beginnt seine Tirade damit, dass er findet, drei Jahre Terrorismus seien genug, um die Terroristen zu verstehen. Als wäre dies kurz und deutlich genug, wettert er dann über Terroristen-Versteher, ohne aber deren Namen zu nennen. Im Prinzip meint er alle und wendet sich an Hinz und Kunz. Seine Propaganda betreibt er auf eine Weise, dass man wenigstens nicht Angst bekommt, er selber könnte es ernst meinen damit. ("Sie sind selber schuld, wenn Sie mir schreiben", steht immerhin auf seiner Webseite)! Doch warum macht er Witze über einen traurigen Jahrestag? Und warum wählt der Spiegel diesen hasserfüllten Zyniker aus, um derart faschistoide Provokationen über einen Anlass zu schreiben und Menschen - die es alle verdammt schwer haben derzeit - mit der abgestandenen Jauche eines Impotenten zu überschütten? 

Drei Jahre hat Broder sich nun schon geärgert, dass Bush, Scharon und Putin, nach deren Wahl vor drei Jahren der eigentliche Terror begann, es inzwischen nicht weiter gebracht haben damit. Als diabolischer Racheengel der Achse des Guten hält er den Lesern vor, dass die sich auf den Dalai Lama berufen, der mit Gewalt nichts zu tun haben will, und der auch nicht erst vor drei Jahren sondern schon vor langer Zeit von nur ein paar Mönchen gewählt wurde.  

Broder bezichtigt die Leserschaft unverblümt der Mithilfe am Terror. Er dringt in sie, dass sie Mitleid mit Kindern haben müssten. Neben dieser Selbstverständlichkeit, die er selber offenbar zum erstenmal erlebt, wird alles andere Hauptsache. Etwa die Frage: Warum "wir" (also nicht er - sondern seine Leser) "Verständnis für Massenmörder aufbrächten, die keine Gnade kennen, weil sie in Gottes Auftrag handeln" würden! Man horcht. Denn diesen Text hat man schon mehrere Male gehört, bevor es zu den göttlichen Aufträgen in Afghanistan und im Irak kam - es ist die Parole, die der nichtgewählte US-Präsidenten George W. Bush noch immer auf der Zunge führt. Broder lallt sie nach. Er applaudiert dem rachsüchtigen Tyrannen, dessen Terror gefühlsmässig, verbal und real inzwischen in allen Ländern der Welt aktiv funktioniert, mit dessen eigenen Worten. Terror und Folter, geheime Gefängnisse, Geistergefangene und Inquisitionszentren inklusive. Aber Broder meint mehr, er will  Meinungen verbieten und den Puls seiner demagogisches Ader spüren.  

Daher versteht er Bushs "Massnahmen", hat aber an seinen Lügen nicht das Geringste auszusetzen. Hauptsache man belügt und terrorisiert andere von Staates wegen. Trotzdem vermischt er dann den Staatsterror mit Fundamentalismus, ein Mix um sein Zeugs wenigstens stilistisch abzurunden: der Name Reinhard Heydrich taucht auf, neben Namen von heutigen Terroristen. Sein Süppchen wird zeilenweise brauner eingefärbt. Ein Verschnitt aus Bushs, Scharons und Putins persönlichen Äusserungen. Broder lässt denken. Dann überzieht er andere damit.       

"Ohne das Dritte Reich", schreibt Broder, "wirklich mit dem Terrorismus vergleichen zu wollen", möchte er den Ausbruch des Massenwahns allerorten als unwirklichen Versuch begreifen, "sich zuerst auszutoben und dann kollektiv Selbstmord zu begehen". Es ist, als schriebe Broder über Sex, der mit einer Kissenschlacht beginnen kann, um irgendwann mit der Erlösung zu enden! Dieser Mann ersetzt sich Erotik, indem er lustlos über Leben und Tod parliert, die er beide nicht wirklich begreift. Er penetriert mit Unverstand und pervertiert die Leserschaft mit Verständnislosigkeit. Doch plötzlich ist er wieder auf der Seite der Leser - wenn er von unserem Leben und von deren Tod schreibt. Dem Tod der anderen. Er hat plötzlich bemerkt: dass er selber ja ebenfalls dazu gehört. Der Mensch - Broder?     

Der nimmt mit, was in seine Konzeptlosigkeit passt. Er macht sich nicht ein Mal die Mühe selber zu denken, sondern lässt jetzt Putin zu Wort kommen, der vorschlug Terroristen zum Gespräch einzuladen. Allerdings möchte Broder diese nicht in Brüssel sehen wie Putin, denn auch "bei den EU-Bürokraten ginge der Datenschutz über die Sicherheit", meint er. Das ist sein eigener Ansatz zu einem Gedanken. Trotzdem schreibt er unterm Anspruch mindestens einer Mauer keine Kolumne. 

Wahrscheinlich an die Weltbank und den IWF gerichtet, sinniert er, dass es "optimal wäre, wenn unser Verhalten ein Grund für das Ausrasten derer wäre", die seiner Meinung nach bereits schon besser verstanden werden als seine Kolumnen. Wir müssten nur aufhören, uns zu bedrohen und sie zu erlösen, stattdessen aber unseren Reichtum mit den Armen der Welt teilen. Wenigstens das klingt vernünftig. 

Selbst der eine vernünftig erscheinende Satz ist aber Heuchelei und wird umgehend perfide relativiert. Und zwar so: Leider ist aber auch das Teilen nicht so einfach, denn: "Es könnte ja sein, dass "sie" kein anderes Motiv haben als die Lust am Töten und den Spass am Sterben! Wenn nämlich die Hungernden nicht vom Wunsch nach globaler Gerechtigkeit angetrieben würden, sondern von der Freude an der Barbarei, stünden wir blöd da!" Exakt so bastelt der seine Kolumnen - im Spiegel aus Hamburg. Das ist kein Witz. Das ist auch keine literarische Pointe und nicht mal Effekthascherei. Sondern der zynische Abriss eines verkommenen Weltbildes eines alten Bildungsgammlers, der eine Parodie auf die Gewaltleistungen in einem ganz gewöhnlichen Hirn zum Besten gibt. 

Worauf aus der Ecke einige paar Wenige sogar mit Lob für eine "stilistische Leistung" reagieren, der Inhalt ist ihnen unwichtig, er passt ja zum Stil. Andere reagieren allerdings anders. Es geht um die Reaktion und dafür tut Broder sich und dem Blatt jeden Gefallen.  

Es könnte sein, meint mit seinen Buchstabenreihen der Lustmolch des Tötens und Sterbens, dass die Armen gar nicht essen und trinken wollen, sondern lieber weiter verhungern und verrecken, um dann im Freitod noch einige andere - als besonderen Kick - mitzunehmen! 

Das ist die braune Sauce, die der Spiegel zum Jubiläumskotzen anbietet. Und wenn man gerade mit solcher Menschenverachtung den Terror nicht noch anstachelt, womit dann? Indem man die Manuskripte anderer mit dem Tintenkiller bearbeitet, echte Gedanken verschwinden lässt und vernünftige Einlassungen aus ihren Reden streicht. Broders Rezept mit dem Tintenkiller funktioniert beim Demagogen, und der Spiegel bietet dem Hetzer eine Nische dafür an. 

Tiefer kann man nicht fallen. Es verwundert also nicht, israelische Minister über Angehörige anderer Völker öffentlich von Läusen und Ungeziefer reden zu hören, sie erhalten Rückendeckung - vom Hetzer aus dem Spiegel in Hamburg.     

Mir kommen Zusammenhang und Verlauf zwischen Terror und Sterben anders vor. Auch exakt vor einem Jahr, als ein Freund die Polizei benachrichtigte, um sie zu bitten, ihn zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort im Wald abzuholen. Wenn das geht? Damit nicht zufällig Spaziergänger auf ihn stossen würden. Er hat vor allem unter den Bushs und ganz sicher auch unter den Broders dieser Zeit gelitten, denn am Montag war ja stets sein "Spiegel-Tag", wie er sich über diesen Lesetag ausdrückte. Die Polizei hat ihn dann wirklich gefunden - er hing an einem Baum. Und er hat dazu niemanden mitgenommen. 

Den faschistoiden Zynismus der Broders, den der Spiegel wie hundskommune Meinungen abdruckt, hat er am Ende noch mit der Wahrheit bestraft. Sie hat ihn das Leben gekostet.  

edgar valentin flückiger

(c) Apollon Edition



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