Sternstaaten

 

Ephemeriden für 2005

27.09.05 - Kürzlich bei "Maischberger" (n-tv) sass ein gewisser Graf Otto von Lambsdorf auf einem Stuhl und erklärte, was jetzt Sache sei. Man müsse jetzt zuerst "richtig sondieren!"

"Und dann könne sich der Gerhard nach seinem 80igsten Geburtstag um das Amt bewerben, das er bis dann noch führen werde!" Welcher Gerhard? Der Gerhard Sch. oder nur der Gerhard? Welches Amt? Wer wird 80ig? Und: Wann? Wo?

Graf OTTO - sieht echt viel jünger aus als er ist!

Und diese Karikaturen sind käuflich - im Original.

 

Das Horoskop der Sendung folgt ein andermal...

 

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Artikel von 2004

Von Brandstiftern, Kriegsnarren, Puritanern, Zungenrednern und Gotteslästerern

04.11.2004 - Wer mit Saturn aus Haus zwölf genügend Angst verbreitet, seinen Bruder in Florida geheimnisvoll schalten und walten lässt und sich zudem der Christlichen Koalition aller US-Fundamentalisten bedient, kann in Amerika jede Wahl gewinnen - selbst wenn das Land ihn sich gar nicht mehr leisten kann.  

Den ersten neuen falschen Zusammenhang stellte George Bush diesmal so her, dass er heute um 17.48 Uhr während der ersten Pressekonferenz nach der Wahl über Jassir Arafat sagte: "Gott sei seiner Seele gnädig". Arafat befindet sich aber nach wie vor am Leben. 

Andere angeschlagene Seelen liegen jedoch ausserhalb vom Ring jetzt reihenweise herum. Ich bin ebenfalls zu müde und zu schlapp, um etwas Sinnvolles zu tun. Zwei Tage versuchte ich zu schlafen und habe Zuflucht gesucht vor der Willkür der Realität, die nicht locker lässt und keine andere werden will. Sie will uns dieses Gesicht im Wohnzimmer gewaltsam erhalten - für weitere vier Jahre! Das ist eine Ewigkeit. In vier Jahren bin ich Sechzig, was keine Tragödie wäre, aber ich werde von der Wut über dieses unsägliche Grinsen gezeichnet sein, auch wenn ich es überlebe. 

Da grinst einer noch während dem Urnengang, ein zitterndes Arschloch, und führt seinen Clan vor, eine Bande arroganter Mitgrinser, um den gerufenen Presseleuten in die Kamera zu sagen, dass "dies wohl ein sehr spannender Abend würde"! Dann dürfen die Leute wieder gehen, sie huschen ab. Minuten später weiss es die ganze Welt: Es kann spannend werden. Exakt zur selben Zeit sterben, verhungern, verbrennen, verkrüppeln, explodieren ganze Kolonnen unschuldiger Menschen - im Irak und anderswo. In einem erbärmlichen Krieg, in dem es um Blut für Öl geht. 

Es war eigentlich immer spannend genug, nicht nur an diesem Abend. Anstatt aber den Gauner abzusetzen oder besser noch dingfest zu machen und vor ein Kriegstribunal zu stellen, wird er gewählt. Zum erstenmal, aber jetzt tatsächlich. 

Er wird jetzt Präsident einer Grossmacht, die sich um den Rest der Welt nicht mehr kümmert und ihm dies auch zu verstehen gibt, nicht nur mit Wahlen. Dabei erhielten die Wähler dieses Landes gerade durch sie die einmalige Chance, ihm dem Halunken, durch einen fast gleichgeschalteten Gegenkandidaten wenigstens einen Denkzettel zu verpassen - aber sie tun nicht Mal das!  Sie verschmähen jedes noch so angepasste Duplikat, sie wollen das Original, denn nur ein echter Bush garantiert, dass die Katastrophe anhält und weiter geht. 

Sie stellen sich hinter den Halunken, um ihm ähnlich zu werden. Lässt er sie hungern, dann reden sie von Moral. Verschleudert er ihre Steuergelder für Panzer und Bomben, reden sie wieder von Moral. Gibt er den Reichen Steuergeschenke, reden sie weiter von Moral. Nennt er Schwule und Lesben Sünder, reden sie erst recht von Moral. Demokratie will er verschenken, wo die Folter zumindest illegal ist und rechtlose Räume einzig dem Heimatschutz dienen, samt einer Moral, die man gut heissen soll, falls man kein Terrorist sein will. So lässt er die Armut selbst zuhause im Dreck hocken und in den Nachbarländern nach Medikamenten suchen, sie denken ja immerzu an die Moral. 

Wer aber die Moral von morgen schon heute beim Namen nennt, muss an das Wissen glauben, das sich über Nacht vielleicht anders darstellt, denn nur dieser Glaube verschafft die kurzfristigen Vorteile für morgen, - an der Börse, bei  Präventivschlägen an der Tankstelle und Präventivkriegen gegen den Tankwart, an jedem Ort, wo die Willkür von heute sich morgen als höherer Wille durchsetzt. Einfach, weil das Wissen von morgen dem Glauben von heute entspricht.  Die Moral dieser Willkür besteht darin, dass sie einen standfesten  Zukunftsglauben in sich birgt, der nicht umzukippen ist, weil er sogar das Versprechen auf ein künftiges Paradies beinhaltet. Und falls der Glaube an das Wissen doch nicht eintrifft, beginnt der Dämon der Verstrickung selber zu reden - mit der Zunge, versteht sich. Doch Zunge und Verstand sind zweierlei, wie gut und böse, wie Wissen und Glaube, aber mit Zungenreden überbrückt man auch diese Kluft. 

Bush redete von "Gott", von seinem "Gott", der ihn gewählt habe! Sie jubeln und beten und kommen sich nun wie Götter vor, gemeinsam finden sie sich wieder in ihrer Moral! Sie haben ihn schliesslich selber gewählt. Und Zungenreden konnte er wie kein anderer vor ihm, die Lügen sind ihm bei Leibe wie Schaum von den Lippen geflossen.   

Beim letzten Mal hat Bush die Wahlen verloren, er ist aber trotzdem ins Amt gekommen. Diesmal hat er sie gewonnen, dafür hat Amerika ausgespielt. Sie haben sich Blut anstatt für Ketchup entschieden. Nun können sie sich nicht mehr hinter der Ausflucht verbergen, dass ihnen eines der Opfer leid täte, die ihretwegen täglich verrecken und sterben. Amerika hat sein Gesicht gezeigt, indem es die alte Maske angenommen und nun auch demonstrativ aufgesetzt hat. Nach diesem Maskenball kann keiner mehr sagen, sie wollten es nicht so.  

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Amerika nach den Wahlen - 07.11.2004

(Innen blau Radix. Rot aussen: Progressiv. Blau aussen: Transite). 

 

 

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Zur Gretchenfrage: 

Spannend war auch unsere Wettbewerbsfrage im Programm zu den US-Wahlen: Welche Bedeutung hatte Bushs derzeitige Venus-Jupiter Konjunktion? >> mehr

 

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Ein Leserbrief

Betreff: Möchte mal danken!
Hallo Herr Flückiger,
 
ich habe bisher im deutschsprachigen Raum noch keine Site gefunden, die man an Aktualität und Gehalt mit Ihrer vergleichen könnte.
 
Auch wenn Sie das gerne machen - ich muss Ihnen einfach mal danken!
 
Ich wurde auf Ihre Site übrigens durch www.wallstreet-online.de aufmerksam.
 
Herzliche Grüße
 
M W, Hamburg

 

(* Der ganze Name der Absenderin ist uns bekannt. Wir veröffentlichen keine Namen).

    

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