Apollon Ariadne Ariadne update IGing gratis Weltenei
 

Apollon Edition
Edgar Valentin Flückiger
Vordergasse 24, CH 8213 Neunkirch

Info@Welten.net
 
 

 

 

 

 

Die mit Blut schreiben müssten

von Edgar Valentin Flückiger

07.12.2005 - Aus dem Geschäft mit der "Vogelgrippe" ist nichts Rechtes geworden. Das Projekt entsprach nicht den Erwartungen, die man sich machte. Dem Geschäft mit der Angst hat es trotzdem nicht geschadet. Der Angst geht es nicht schlecht. Es geht ihr sogar besser als jemals zuvor. Die "Pandemie" ist hier angekommen, auch wenn die Vögel Europa wieder nicht erreichten. Und anstelle der Zugvögel kommen  massenhaft Firmen auf, die jetzt mitfliegen wollen. Telefonisch, per Email und Briefpost, werden wir vor allerlei Krankheiten gewarnt, verbunden mit der rosigen Aussicht, dass sie das passende Mittel zufällig gerade auf Lager hätten. 

Heute Morgen schon in aller Frühe erklärte mir eine Frauenstimme am Telefon: "Wissen sie, es ist so, da wurde eine Untersuchung gemacht und es stellte sich heraus, dass es Milben in Matratzen gibt, die...."  Das reichte! Ich unterbrach sie höflich und erklärte ihr langsam, "dass eigentlich nur Untersuchungen gemacht würden, fast ausschliesslich Untersuchungen, (weil der Mensch halt auf der Suche ist). Und es solle sie daher bitte nicht verwundern, dass ich auch von Milben- und Insekten-Cocktails bereits genug gehörte hätte und ich mir sogar wünschte, dass diese eine Meldung einmal wahr wäre, damit ich wenigstens noch ein paar Mikroben am Leben lasse könne!" Doch dass selbst diese Meldung nicht der Wahrheit entspricht, durfte ihr dann meine Frau, die als Ärztin auch schon Untersuchungen machte, ausführlich erklären, worauf sich die Stimme am anderen Ende der Leitung zuletzt wohl eher als Betrügerin denn als Verkäuferin ihrer Produktionsfirma vorkommen musste. Es war nicht zu ändern.     

Wir verkraften die Wahrheit schon lange nicht mehr. Also suchen wir fieberhaft nach Läusen, Milben und anderen Insekten, die wir auch noch umbringen könnten, anstatt tatenlos zuzusehen, wie das Leben über uns her fällt. Wir nennen diese Tierchen Blutsauger und glauben damit im Besitz der Wahrheit zu sein, weil wir nicht mehr merken oder spüren, wo tatsächlich Blut fliesst. Die Zeitungen schreiben rührende Kommentare über die zwei, drei Europäischen Geiseln, die jetzt im Irak entführt wurden. Gleichzeitig applaudieren sie aber ihren Regierungsvertretern, die sich hinstellen, das Rednerpult umklammern und ins Mikrophon stammeln: "Wir lassen uns nicht erpressen!" 

Ja, was nun? Sind wir tatsächlich gut, so gut, dass wir jedes Leben retten, wenn es in unserer Macht liegt? Oder tun wir nur so - und scheuen keinen Aufwand, dass uns diese Schau gut gelingt? Also, sind wir zutiefst verlogen und einfach profitgeil oder grundehrlich und wirklich hilfsbereit?      

Jedem ist klar, dass uns die Entführten leid tun. Wenn dem aber so ist, wozu dann das literarische Beiwerk, die Dichterwellen: "Staatsräson oder Leben"? Wozu ein bisschen Hans Martin Schleyer, ein wenig Peter Lorenz, eine Prise RAF, die doch alle gar nichts mit dem Irak zu tun haben. Wozu? Wenn sie uns wirklich Leid tun die entführten Geiseln, dann sollten sie wenigstens nicht auch noch dazu herhalten müssen, uns die Staatsräson in rührenden und bewegenden Tönen - eben doch noch - näher zu bringen. Falls sie uns wirklich leid tun, vergessen wir die Staatsräson für einen Moment. Falls nicht, sind wir halt stolz darauf, nicht erpressbar zu sein. Beides geht nicht. 

Wenn aber beides gehen muss, taucht automatisch die Frage auf, warum die 100'000 zivilen Opfer im Irak - die toten Soldaten noch nicht einmal mitgezählt - keine solchen Gedichte erhalten? Keinen Einzeiler ihrer Poesie, nicht mal die Hälfte von einem Beitrag, nicht einen Klang von jenem Tonfall, der über eine Geissel auf unserer Seite tagelang sämtliche Titelblätter und Sender füllt. Wir haben längst wieder zweierlei Tote. Und jetzt auch wieder zweierlei Opfer. Dabei sind doch alle Toten unsere Toten, - oder aber wir verzichten kollektiv auf unsere Ahnen. Die Medien bringen uns bei, wie man einen spürbaren Verlust ohne nennenswerte Verluste hin nehmen kann. Den eigentlichen Verlust darf man später bezahlen.

Dichter und Denker verhalten sich wie Firmen, die uns ihre heilsamen Allerweltsprodukte gegen Milben auf Raten aufschwatzen. Bezahlt wird erst, wenn uns nichts mehr juckt. Es gibt aber keine Milben in Matratzen, und selbst wenn es sie gäbe, wären sie immerhin noch ein Zeichen von Leben. Vielleicht sollte man welche züchten, um noch ein wenig am Leben zu bleiben.

Noch andere Fragen tauchen auf, die offenbar niemand beantworten möchte. Etwa diese: Worin genau liegt eigentlich der Unterschied zwischen den Entführern und jenen, die ihren Forderungen nicht nachgeben und die Geiseln notfalls opfern wollen? Kann das jeder einfache Mensch beantworten oder braucht es ein paar listige Juristen dazu? Haben sie bei "Spiegel online" oder einem Sender wie "n-tv" - wo man für seine Meinung auch noch bezahlen darf - schon mal an einer Umfrage teilgenommen, wo die Frage lautet: "Würden sie opfern, ja oder nein?" 

Sie haben nicht! Und Sie können gar nicht, weil diese Frage gar nicht gestellt wird! Wir ticken anders. Geben aber vor, dass die Frage zumindest im Raum stünde.  Und das ist die Verlogenheit, die sich hinter dieser Frage, die zumindest verbal jetzt ständig auftaucht, tatsächlich verbirgt. Die Frage selbst steht zwar schon im Raum, - aber nur aus Sicht der Entführer. Und aus Sicht der Entführten!   

Also, was können darauf die direkt "Verantwortlichen" antworten? Womöglich berufen Sie sich darauf, dass sie die Geiseln ja nicht entführt haben. Und das stimmt sogar! Sie wurden auch nicht gewählt, um zu Entführern zu werden oder um Erpressbar zu sein. Trotzdem entführen sie Menschen wie richtige Entführer, lassen sie bei Nacht und Nebel verschwinden, verfrachten sie regelrecht, scheren sich nicht um ihr Schicksal  und tauschen sie gegenseitig gegen andere aus. Trotzdem lassen sie sich täglich erpressen, allerdings nicht für ein Menschenleben - und schon gar nicht von Entführern. Aber sie werden erpresst vom Erfolg, für den sie notfalls über Leichen gehen. 

Und Notfall ist immer. Sie befinden sich immer in Not: darum haben sie so katastrophale Aspekte im Horoskop, die sie dann auf die Allgemeinheit übertragen, welche die Katastrophe für sie ausbaden muss. Hitler, Mussolini oder Bush und andere,  - da kann man wahrhaftig von einem persönlichen Notstand reden, nur die Zeche dafür bezahlten stets andere. Mit ihrem Leben. Notfall ist also immer, so lange wir Schwerenöter wählen, um sie eigenhändig auf dem Regierungssessel zu platzieren. Wären sie nämlich nicht gewählt worden, würden es gewöhnliche Schwerenöter geblieben sein, mehr nicht. Und die Not hätte ihnen allein gehört wie das Hemd - das Saddam jetzt fehlt, weil Bush es nun trägt. Ganz in Weiss.     

Auch der Irak war so ein Notfall. Lange Zeit. Aber plötzlich fiel uns auf, dass man das Christentum auch als Demokratie exportieren kann. Und im Iran ging es den Menschen über Jahrzehnte schlecht, aber nicht wegen Saddam, sondern exakt wegen jenem Embargo, das wir gelassen ausgesprochen und umgesetzt haben. Doch jetzt haben wir den Menschen angeblich die Demokratie gebracht, - wegen Saddam! Somit verdankt der Irak die Demokratie also Saddam, dem Diktator - und nun geht es den Menschen schlechter als jemals zuvor. Unter dem Diktator mussten sie einem einzigen aus dem Weg gehen, jetzt müssen sich gegenseitig alle ausweichen, ohne dass nur ein  Leben sicher würde dadurch. Und während all dies passiert, stecken unsere Poeten plötzlich in der Haut einer Geisel, um ihre Liturgie zur Ader zu lassen! Das ist derart rabiat, brutal, verächtlich und abscheulich, dass man sich fragen muss: Wann schreibt die Verlogenheit einmal mit dem eigenem Blut? 

Man kann es nicht, denn die Verlogenheit ist völlig blutleer. Dafür total verschmiert mit Tinte und Druckerschwärze. Also, ab wann schreiben sie nicht mehr vom Blut der anderen? Oder, wenn sie es tun, wann schreiben sie wenigstens ehrlich darüber? Wann schreiben sie von ihrer Angst, nicht von "unserem" Recht? Ist es so naiv zu fragen: Ab wie vielen geopferten Menschenleben ein angefangener Krieg beendet wird? Ab 191 Toten wie es Spanien tat? Oder schon ab einem Menschenleben, das mit Nachgeben noch zu retten wäre? 

Das nationale Bewusstsein, eingekerkert zwischen Denken und Glauben, will zwar den Frieden, doch weil es ihn dauerhaft will ohne zu Geben, ist das mehr als die beiden anderen zusammen wollen. Und das sagt uns: Wenn sich Perverse Befriedigung verschafften, werden sie zuweilen wieder völlig normal. Wenn aber die Normalen Befriedung schaffen wollen, sind sie dauerhaft völlig pervers.

Dazu haben sie ihre Eide geschworen: "So wahr mir "Gott" helfe!" Und ihr privates Denkmuster damit über den Wolken erhöht.  

 

Abbildung:  Das Ära-Horoskop der USA, mit Transit & Progression, Dezember 2005

Noch in diesem Monat geht die Achse Neptun/Pluto über die gleiche progressive Achse Neptun/Pluto. Danach, im neuen Jahr, erreicht sie auch die Grundkonstellation Neptun/Pluto im Ära-Horoskop der Menschheit.  (2. Linie Transit, rote Markierung zur 3. dann 1. Linie ebenfalls rote Markierung).  

Der laufende Uranus (2. Linie) erreicht die Grundkonstellation Neptun/Pluto (1. Linie) im Ära-Horoskop im exakten Quadrat!

Das progressive MC der USA (3. Linie rechts unten) und die progressive SONNE der Ära (ganze Welt) wird dadurch ausgelöst! Die Abscheu vor den Absichten und Praktiken der USA erreichen einen Höhepunkt. 

Uranus ("Höhere Willensrichtung" und menschliche Willkür) erzeugen zum Zentralgestirn der Sonne (Körper und Sinne) grundsätzlich Disharmonie. Dabei handelt es sich um innere und äussere Formen einer Disharmonie, die nicht etwa nur krankhaft Harmoniesüchtigen entzogen wird, sondern die Tiere, Menschen, Welt und Umwelt tatsächlich treffen. Man darf Sonne-Uranus Aspekte, wo dann ein Mann, ein Clan, ein Staat oder seine Führung (Uranus) sich anmassen, sich selbst für den Sinn des Ganzen zu halten, als waschechten Staatsterrorismus bezeichnen. Und um nichts anderes handelt es sich dabei, als um diesen und die menschliche Willkür der Medien. 

Sonne-Uranus als Konjunktion im Horoskop haben u. a. Saddam Hussein, Angela Merkel, George Bush junior (progressiv). Die Betroffen selber bleiben ruhig, aber die anderen laufen ihnen selbst auf dem roten Teppich noch davon (Staatsbesuch bei Merkel). Es geht immer um Willkür, auch im Gespräch (der Staatschef von Singapur zu Besuch bei Frau Merkel sprach über eine Hinrichtung und Gesetz, mit der Schwarzen US-Inquisitorin Rice sprach man über Entführung und Staatsterrorismus, für die Handlanger der Medien gibt es erst recht keine Wahl, d. h. keine anderen Themen mehr. Dies führt dazu, dass letztlich auch so gehandelt werden will.   

 

 

 

Von Staatsterrorismus weiss man natürlich nichts!

07.12.05 - Der Literaturnobelpreisträger 2005, Harold Pinter, veröffentlichte heute  - 2 Tage vor Ende des rückläufigen Mars - seine Rede. Darin erinnert er an die Toten, an die Gräber, Opfer und Ruinen, welche von der US-Politik geplant, inszeniert und zu Tatsachen gemacht wurden. Pinters Fazit: Die USA sind "brutal, verächtlich und skrupellos".

Pinter beklagt die politische Rhetorik und die der Medien, die den Bürger verdummen und ihm die Wahrheit vorenthalten. In vielen Zeitungsberichten fühlt man sich bereits von dieser Kritik ausgenommen, man schiebt den Vorwurf an die Politik weiter oder nahm schon Zuflucht im Begriff "Eklat" (Spiegel-online). Das heisst, Pinters Anrecht als diesjähriger Nobelpreisträger der Literatur seine Meinung literarisch zu äussern, ist nicht als Selbstkritik auch ihrer Zunft zu verstehen. Was wiederum heisst, sogar ihre eigenen etablierten Anlässe nehmen sie nach Beliebigkeit wahr.    Sie mögen lieber Büchlein wie den Gedichtband "Titanic" von H. Magnus Enzensberger, der als alter Narr - um hier den Begriff Halunke zu vermeiden - Kriege als bessere Probleme lobpreist, die immerhin mehr brächten als die alten Sorgen. Und dann Kopf schräg: "Ich bin keiner von euch!" 

Harold Pinter bezichtigt die USA systematische Verbrechen in aller Welt zu begehen und begangen zu haben.  

Amerika zerstöre souveräne Staaten vermittels Korruption und verdeckter Gewalt. Man verfahre auf eine Weise, "dass das Herz eines Landes infiziert werde, was eine bösartige Wucherung in Gang setzt und man nur noch zuschauen müsse, wie der Faulbrand erblüht. Sei die Bevölkerung unterjocht oder totgeprügelt - es laufe auf dasselbe hinaus - sässen bereits die eigenen Freunde, das Militär und die Kapitalgesellschaften am Schalthebel. Man trete vor die Kamera und sage der Zeitung: "die Demokratie hat sich behauptet".

Nach dem Zweiten Weltkrieg hat die USA "jede rechtsgerichtete Militärdiktatur auf der Welt" unterstützt und sie in zahllosen Fällen selber hervorgebracht. "Ich nenne Indonesien, Griechenland, Uruguay, Brasilien, Paraguay, Haiti, die Türkei, die Philippinen, Guatemala, El Salvador und natürlich Chile", sagte Pinter. "Die Schrecken, die Amerika Chile 1973 zufügte, können nie gesühnt und nie verziehen werden. In diesen Ländern hat es Hunderttausende von Toten gegeben. Hat es sie wirklich gegeben? Und sind sie wirklich alle der US-Außenpolitik zuzuschreiben? Die Antwort lautet ja, es hat sie gegeben, und sie sind der amerikanischen Außenpolitik zuzuschreiben. Aber davon weiss man natürlich nichts."

Den Irak-Krieg geisselt Pinter als niedrigste Aggressionsform eines Landes, das "brutal, gleichgültig, verächtlich und skrupellos" seine Interessen durchsetzt. "Die Invasion des Irak war ein Banditenakt, ein Akt von unverhohlenem Staatsterrorismus, der die absolute Verachtung des Prinzips von internationalem Recht demonstrierte. Diese Invasion war ein willkürlicher Militäreinsatz, ausgelöst durch einen ganzen Berg von Lügen und die üble Manipulation der Medien und somit der Öffentlichkeit."

Die Rede im Wortlaut >

 

  

Touristen und andere Besatzer

von Edgar Valentin Flückiger

23.07.2005 - Der Unterschied zwischen dem, der als Besatzer und dem, der als Tourist zu uns kommt, ist manchmal gering. Als die Beamten von Scotland Yard gestern einen harmlosen Fremden gezielt mit fünf Kopfschüssen in der Londoner U-Bahn niederstreckten, gingen sie wie israelische Scharfschützen vor, die palästinensische Kinder bei der Ernte auf den Erdebeerfeldern mit Terroristen verwechseln. Und sie dann gezielt töten. Warum mussten es übrigens fünf Kopfschüsse sein? Ist man nach einem noch nicht tot genug?

Fünf Mal in den Kopf geschossen! - jeder durfte mal, der Hass ist gross, aber ist das nicht Terror? Nach fünf Schüssen aus nächster Nähe sieht selbst der Kopf eines Bären aus wie ein Brei.

Sonne Konjunktion Saturn: Brandbomben in mehreren Hotels in Scharm el Scheich (Ägypten)

Natürlich ergeht es uns umgekehrt genau so, wenn wir in die Fremde ziehen: Auch wir werden oft ebenso verwechselt, wenn auch nicht mehr von Scotland Yard. Der Urlaubsort Scharm El Scheich liegt in der Fremde - in Ägypten. Aber das tut der Irak auch, der Irak liegt ebenfalls fern von uns. Der Unterschied zwischen beiden Orten besteht allerdings darin, dass der Westen im Irak einen richtigen Bürgerkrieg zwischen Sunniten und Schiiten anzettelte, der inzwischen hunderttausend Zivilisten das Leben kostete, während in Ägypten in einem Hotel ein paar westliche Touristen verletzt worden sind.

Auf die über hunderttausend Toten 1991 im Irak angesprochen, antwortete die damalige US-Aussenministerin Madeleine Albright lapidar: "Es ist Krieg!" und die heutige Aussenministerin der Besatzer denkt das erst recht. Also ist eben Krieg!

Im Krieg wird die Unschuld vom Terror verfolgt, von dem es keine guten Varianten gibt, nur die böse und noch eine böse. Mit jedem Krieg ist ein Punkt erreicht, wo man seine Spitzfindigkeit über Bord werfen kann, denn es nimmt sie einem keiner mehr ab. Man braucht den Deutschen Kanzler Schröder also  beileibe nicht für einen Weisen zu halten, weil er sich diesem Krieg verweigert hat, er antwortete ja nur auf die Lügen, die bereits jeder kannte, der sich selbst noch spürt. Und zwar noch bevor sie dann tausendmal ausgesprochen und wiederholt wurden. Das ist so einfach, wie husten.

Unter einer Regierung der Christen mit Frau Merkel stürben längst Deutsche Soldaten im Irak. Und wohl auch Zivilisten in Deutschland. Und wäre im Vorfeld des Massakers nur einmal die Wahrheit gesagt worden, hätte Schröder ob diesem gigantischen - angeblich vorhandenen - irakischen Bedrohungspotential ja sein eigenes Land verraten. Aber er wusste, dass es fauler Zauber war. Darum, nicht wegen der Wahlen, konnte er sich die Absage leisten. Und die Franzosen und alle anderen spürten und wussten das auch. Erst danach ging es um anstehende Wahlen. Wer damals also nichts wusste, ist leider ein Trottel oder ein Heuchler und hat gute Aussichten, dies in diesem Leben zu bleiben. Und wer immer noch davon redet, den Terror "ausrotten" zu können, der seit Jahren jeden Tag zunimmt, ist ein Gespenst. Eines das  die beste Chance hat, es bis ans Ende seiner Tage zu sein.

Heute kann nun jeder, aber wirklich jeder buchstäblich vom Terror verfolgt werden, zwei- drei Mal oder ständig. Wie die 25-jährige Britin Joanna, die vor zwei Wochen die Terroranschläge in London in nächster Nähe miterlebte und darauf nach Scharm El Scheich flüchtete, um sich zu erholen. Doch die Britin hatte sich ausgerechnet für das Hotel Ghazala Gardens entschieden, wo es nun wieder zu Detonationen kam. "Unser Bett hat gebebt", erzählte sie nach der Explosion. "Ich hätte nie gedacht, dass ich den selben Horror zwei Mal innerhalb kurzer Zeit erleben würde." Sie überlebte den Anschlag, doch Dutzende Menschen kamen im Hotel Ghazala ums Leben.

Der rückläufige Merkur

Nun ist heute der Merkur im Transit rückläufig geworden. Und Merkur, der Planet des menschlichen Denkens, hat im Mythos oft den Helm des Hades auf, der seinen Träger unsichtbar und unberührbar macht - wie Gedanken. Das will sagen: Die wahren Absichten unserer Gedanken bleiben für den Betrachter verborgen. Merkur ist der Herr der Reisen, der Kaufleute und Diebe. Darum haben beispielsweise Soldaten und andere Grosswildjäger zur eigenen Sicherheit besser einen Helm auf, damit man ihre Absichten nicht erkennt. Soldaten in der Fremde sind Diebe! Immer. Und Diebe, die für ihren Diebstahl fremdes Leben töten, sind Mörder. Bei einem Angriff auf ein fremdes Land gibt es darüber gar keine Diskussion. Man kann ein fremdes Land nur als Besucher betreten, mit Gewalt geht das niemals gut. Selbst als Besucher, sollte man sich vorsehen, welche Absicht man mit bringt. Auch an Touristen müssten daher bald einmal Helme verteilt werden, denn ihre wahren Absichten sind ja ebenfalls alles andere als klar. Man denke an den Tourismus in Südostasien während der Tsunamis, da stellte sich doch die Frage, wonach die dort wohl alle gesucht haben mögen?  Die hätten wahrscheinlich einen riesigen Helm benötigt, wenn sie diese Frage hätten beantworten müssen.   

Merkur und Pluto - im Ära Horoskop von England mit Meridian

"Spurensuche in der Vergangenheit"

 

Die horizontale und die vertikale Unterwelt

Auch die Polizisten Englands tragen im Einsatz unter- und oberhalb der U-Bahn Helme, ähnlich wie Grosswildjäger oder die US-Marines im Irak. Es sind Helme, die uns an den Helm des Hades erinnern, den Herr der Unterwelt und der U-Bahnen, der seine Träger unsichtbar werden lässt. Und nun ist Merkur  schliesslich der Reiseführer, der Begleiter in die Unterwelt - zu den leeren Pyramiden oder zu den vollen Sandstränden am Meer, wo es nur noch abwärts geht. Auch auf unserer allerletzten Reise begleitet uns Merkur. Als Erklärer. Früher - als der Krieg noch nicht global war - führte uns diese Reise zuhause eine Grabestiefe unter die Erde: es gab eine horizontale Unterwelt, wie es heute auch eine vertikale gibt.

Sowie wir nämlich in die Fremde ziehen, gibt es auch eine vertikale Unterwelt, eine Unterwelt, zu der man nur über eine zurück gelegte Distanz gelangt, falls man alle Grenzen überschreitet, weil man seine eigenen Grenzen nicht mehr kennt. Es ist die Unterwelt von Soldaten und Touristen: die einen kommen lachend an, die andern mit bösem Gesicht. Aber beide kommen in der Fremde an. Die einen als Gäste, die anderen als Besatzer.   

Die Sehnsucht nach der Unterwelt

Merkur zeigt uns also: Touristen in der Fremde sind friedliche Besatzer. Von unsauberen Toiletten, Kot oder Müll lassen die sich nicht aufhalten, denn solches gehört zur Unterwelt, nach der sie sich sehnen. Es gehört zu dieser Reise. Touristen nehmen im fremden Ländern Sonne, Meer und Palmen in Beschlag. Sie setzen sich einen Helm auf, verdrücken sich unter einen Sonnenschirm oder unter einem Strohhut und jagen mit ihren Blicken dem Wild nach, das gerade vorüber huscht und ihren Weg kreuzt. Sie gebärden sich wie zivilisierte Soldaten. Leider gibt es aber auch Soldaten in der Fremde, das sind nun wiederum die kriegerischen Touristen. Es sind die Besatzer, die neben Sonne, Meer und Palmen auch noch das vorhandene Öl und andere Kostbarkeiten gewaltsam in Besitz nehmen wollen. Manchmal kann man beide Gruppierungen nicht mehr von einander unterscheiden. 

Der globale Tourismus ist also eine besonders rigide Form der Okkupation. Für 250 Franken oder 300 Mark flogen sie schon vor Jahren in die Türkei, eine ganze Woche im Hotel alles inklusive. Wenn man solchen Touristen hier ein Haus zur Verfügung stellt, werfen sie am Ende des Aufenthalts eine Handvoll Münzen in die Telefonkasse - hier ist ja alles eh nicht viel wert. Es scheint fast eine Strafe zu sein, dass man im eigenen Land Ferien machen muss. Dafür lassen sie es sich nach Bangkok dann wieder etwas kosten. Darum könnte es gut möglich sein, dass man alle diese fernen Länder bald auch noch "befreien" muss, weil sich dort Touristen in Not befinden. Man beginnt allmählich zu entdecken, dass Touristen und Besatzer sich inzwischen immer ähnlicher werden.   

Der Bürgermeister der U-Bahn-Stadt

Eine Stadt mit U-Bahnen hat also einen Untergrund. Sie hat eine Unterwelt. Und an der Oberwelt hat diese Stadt Attentate erlebt - etwa die der Zionisten, die damals einen eigenen Staat herbei bomben wollten. Doch ausgerechnet deren Bürgermeister - ein Betroffener der Attentate vom 7/7/05 - kann trotzdem noch unterscheiden. Die Medien fragen aber lieber ihre eigenen  Experten. Dabei ist der "Rote Ken" Bürgermeister von London, er wollte Bush nicht empfangen, und er ist zudem Englands prominentester Gegner gegen den fatalen Kreuzzug im Irak. Wer nimmt sich also heraus, über Londons Geschichte mehr wissen zu wollen, als er?

Ken Livingstone sagt:

"Die Terroristen sind nicht vom Himmel gefallen. Wir haben zweifelhafte Regierungen gestützt. Und wir haben solche, die wir nicht mochten, einfach aus dem Weg geräumt. Die westliche Politik im Nahen Osten ist für den islamistischen Terror mitverantwortlich. Wir haben nun 80 Jahre westlicher Einmischung in überwiegend arabischen Ländern hinter uns, weil der Westen Öl braucht.

Zwar unterstütze ich grundsätzlich keine Gewalt, doch wenn die Briten so unterdrückt werden würden wie die Palästinenser durch die Israelis, dann nehme ich mal schwer an, dass wir selbst eine Menge Selbstmordattentäter hervorgebracht hätten. Ich sympathisiere nicht mit palästinensischen Selbstmordattentätern, aber ich verurteile sie auch nicht einfach. Dafür verurteile ich die israelische Regierung, die manchmal ganze Gebiete bombardiert und sich damit an unschuldigen Zivilisten für die Terrortaten Einzelner rächt." (BBC-Interview).

Das sagt der Bürgermeister von London, Ken Livingstone.

Ken Livingstone ist also normal geblieben, und ehrlich. Er hat das Denken nicht einfach verlernt oder anderen überlassen. Sondern er hat noch einmal zurück gedacht, und sich erinnert, mit dem rückläufigen Merkur. Und vor allem hat er sich seine eigenen Gedanken nicht einfach durch fremde Parolen ersetzen lassen.

Man wünschte sich, Ken Livingston wäre im Deutschsprachigen Raum berichterstattender Journalist.

__________________________________________

(c) Welten.net - (Apollon Edition, Zitate aus dem 'Buch der Triebwelt')

Tourismus neu entdecken

Auch das Revolverblatt "Blick" (Schweiz) leistete am 23. Juli 05 einen Beitrag zum Tourismus. Unter der Rubrik Wirtschaft/Blick listen drei Namen unter Angabe der Quelle Adac auf, was in den Ferien (also im Ausland) billiger sei als zu Hause.

Für ein Abendessen laut Blick: "Schnipo", - was ungefähr Schnitzel mit Pommes - Frites heisst, - soll man in der Schweiz 14 Franken, in Frankreich allerdings 27.85 Franken auf den Tisch legen! Das ist eine Kostprobe dieser Preisliste. Vermutlich haben die drei Autoren der "grossen Blick-Umfrage" den untersten Zipfel von Genf mit Frankreich verwechselt. Die Franzosen essen "Schnipo" nämlich nur im äussersten Notfall, also kurz bevor der Krieg ausbricht, wenn alles andere schon Rationalisiert wurde. Oder in einer Autobahnraststätte nahe der Schweiz oder Deutschland gelegen. Normalerweise erhält man für diese Preislage in Frankreich nämlich ein dreigängiges Menu mit Vorspeise, Salat, Dessert und Käse. In einer mittleren Gaststätte gehört sogar ein Glas Wein (inklusive) dazu. 

Doch eine 7,5 dl Flasche Hauswein kostet laut grosser Blick-Umfrage in Frankreich sage und schreibe 26.65 Franken!! In der Schweiz koste er aber nur 15 Franken. Ich kenne in der Schweiz leider kein Lokal, das seinen billigsten Wein zu diesem Preis verschenken würde, doch in Frankreich kostet selbst der teuerste Tischwein nicht einmal die Hälfte davon! Wo haben die Blick-Experten bloss ihre grosse Wirtschaft-Umfrage gemacht? Wahrscheinlich mit dem Telefonbuch..."Hallo wie viel kostet bei Euch ein Kaffee?"

In Frankreich soll ein Kaffee 4.25 Franken kosten - soviel kostet er nicht einmal im Hotel "George V." in Paris.

Eine Kugel Schokoladen-Eis mit Waffel koste in Deutschland 90 Rappen, so viel wie in Kroatien, in der Schweiz hingegen 2 Franken - wenigstens dies dürfte - wenn man auf Kroatien verzichtet - so ungefähr stimmen. In Frankreich koste diese Kugel allerdings runde 3 Franken! Der Ringier-Konzern sollte seine Detektive unbedingt auf eine Reise nach Frankreich schicken, es käme billiger als sie hier zu verpflegen. Geradezu vorbildlich hat dies der Spiegel aus Hamburg getan, der seinen Gourmet sogar die "Hochpreisinsel Schweiz" besuchen liess. Seine Zahlen wären dann, im Vergleich mit dem fantastischen "Blick"- Bericht, fast schon als nackte Tatsachen zu betrachten.  

Hier: >> H. M. Broder Sucht in der Schweiz.

 

 

 

       

  

Eingetroffene Prognosen:  

Der Tag vom US-Überfall auf den Irak

Bundestagswahl 2002 - exakt eingetroffen!

Prognosen vor 4 Jahren

Eingetroffene Prognose Bundestagswahl 1998 Download

Prognosen vor 5 Jahren  

Lewinski Skandal seit 1997 auf dem Internet / Download  

Der Börsencrash 2001 Dollar.exe  

Scharon, Bush & Berlusconi Prognose (seit 2001)

Klare Beweise der Sternkunde

Die eingetroffene Prognose der Bundestagswahl! (> Leseversion)

Downloads

Info@Welten.net  

 

(c) Apollon Edition: Info@welten.net , design by www.web-daisy.de