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Das
Alte und Neue Testament
oder
die
rein psychologische Freiheit
Die
Häuser Drei und Sechs stellen in der unteren Hälfte
des Horoskops jeweils den Abschluss eines
Quadranten dar. Im dritten Haus endete die
menschliche Evolutionsgeschichte, die im ersten
Haus ihren Anfang nahm, mit dem Alten Testament -
dem Lehrbuch des menschlichen Logos, über dem
der Mensch Denken und Gebieten lernte. Der 1.
Quadrant symbolisiert also die Summe des 1.
Testaments, wo sich in Zahlen und Erzählungen
die menschliche Vernunft gebar, sodass den
Menschen im dritten Haus ein logischer Verstand
auszeichnet, von dem er in seine Geschichte
geboren wird.
Der
folgende 2. Quadrant symbolisiert das 2.
Testament, das mit einem Verstand endete, der an
Wunder glaubte. Über Haus vier vollzieht sich
die Geburt des Menschen. Im fünften Haus
begegnen wir den Drei Königen, die das Abstrakte
als Zeichen der Zeit deuten, indem sie dem Stern
eine Bedeutung gaben, der sich ihnen in der Nacht
offenbarte. Im 6. Haus gelangen wir zu den Tieren
im Stall, wo der Verstand zu menschlichen
Empfindungen fähig wird, ohne deswegen auf sein
Denken verzichten zu müssen. Das heisst: unser
Verstand soll hier beseelt werden! Wir sollen
abstrakte Gedanken nicht einfach wörtlich
nehmen, sondern ihren tieferen Sinn verstehen.
Somit untersteht dem 2. Quadranten das 2.
Testament, das den gewöhnlichen Verstand mit der
Empfindungswelt unserer Seele durchwebt, um uns
auf die Gegenwart ihrer Bilder vorzubereiten.
Hätten
wir einen einfacheren, etwas weniger
ausgebildeten Verstand, könnten wir das 7. Haus
als Wunderwelt erleben. Dies würde allerdings
bedeuten: Wir kämen aus dem Staunen gar nicht
mehr heraus! Die Vorstellungswelt, die sich nach
dem 7. Haus (im Haus 8 nebenan) für uns auftut,
ist schlicht und ergreifend überwältigend, und
sie würde - ohne die Filter unseres
Verstandesdenkens - ganz einfach zum Kollaps führen.
Man muss sich dazu nur vorstellen, dass die
uranische Netzhaut unserer Augen auf die
plutonische Unterwelt gerichtet, den Menschen vor
Schreck augenblicklich erstarren lassen können,
in Fällen der Übersteigerung kommt es sogar zum
Schock. Die letzten Worte, die der russische
Pilot vor dem Zusammenprall mit einer andere
Maschine überm Bodensee auf dem Flugschreiber
hinterliess, lauteten: "Das ist das Ende!"
Es klingt wie ein Zitat der zeitlichen Achse von
Haus 11 zu Haus 8, wenn wir in verkehrter
Richtung durch die Reihenfolge der Häuser
gelenkt werden.
Die
berühmte Verstrickung, von denen Psychologen und
Astrologen ständig reden, basiert also auf
Wundern, die wir tatsächlich erleben! Damit wir
uns von den Verstrickungen in Wunder jedoch
freimachen konnten, haben wir uns als Augenbinde
den Verstand zugelegt, der in der Lage war, den
"freien" Willen zu erfinden, welcher
jetzt hochoffiziell mit einem derart riesigen Lügenpotential
arbeitet, dass seine Auswirkungen inzwischen für
alle Zukunft unübersehbar wurden. Mit seiner
Abkehr vom Wunder versuchte also der Mensch im
"freien" Willen gottähnlich zu werden,
was exakt dem Uranus im 7. Haus (Freud, Jung,
Adler) entspricht, wo der Wille im masslosen
Anspruch auf eine simulierte "Freiheit"
den Rückweg zu Gott zum Rückfall ins Unbewusste
degradiert, sodass dem erhabenen Verstand auch
die eigene Rückbesinnung genommen war. Das 6.
Haus ist voll geworden von Phantomschmerzen und
Seelenprotesen, von Sozialisierungs- und Re-Sozialisierungsprozessen,
weil es progressiv zum 7. Haus der Psychologie
wurde, wo hungrige Psychologen ihren Mist
produzieren und gierige Therapeuten am Blute
anderer lecken.
Gesucht
wurde fortan im Unbewussten, nach dem "inneren
Kind", nach Karma, nach vergangener Existenz
aus früheren Leben. Und gefunden wird im eigenen
Bewusstsein, das natürlich nicht die Bewusstheit
darstellt, sondern einen Abglanz der eigenen
Abneigung oder Zuneigung zur gleichen Information
darstellt. Der Trick dieser Willkür liegt in
unserer Aufmersamkeit, die sich frei wähnt, weil
sie mitreden darf.
Wer
beim Thema mit tut, fragt nicht nach dem Willen
selbst und danach, wie dem Wille die Freiheit
tatsächlich nützen könnte? Sondern ihm geht es
darum, ob die Sache mit der Freiheit stimmt, weil
er ja gerade schweigend zusieht, wie sich die
Willkür jeden Tag "Freiheiten"
herausnimmt - die in absoluter Unfreiheit geboren
wurden! Der Wille ist nämlich - gerade weil er
nicht frei ist - dazu fähig, sich eines Tages
mit Willkür von Unterdrückung zu befreien. Weil
er dazu taugt, Köpfe rollen zu lassen, ist er
aber noch nicht frei. Sondern was den Willen zur
Willkür befähigt, ist ja gerade das Verhängnis
seiner absoluten Unfreiheit. Ein freier Wille benötigte
die Willkür gar nicht. Und ein freier Wille hätte
keine Welt geschaffen, in der über harmlose
positiv- Begriffe wie "Globalisierung"
oder "Nachhaltigkeit" rund um die Uhr fünf
Milliarden Menschen terrorisiert werden. Wäre
unser Wille tatsächlich frei, hätte uns der 11.
September nur den Spiegel unserer eigenen Willkür
vorgehalten, in dem wir auch wirklich alle uns
jetzt erkennen müssten! Wer vom "freien
Willen" spricht, sollte also vorsichtig sein.
Und
also geht die Willkür weiter: Soja ist plötzlich
"schädlich", damit Fleisch verkauft
wird, Schutztruppen und Antiterrorprogramme sind
nützlich, weil wir Viren produzieren und
Terroristen ausbilden, 'Hot Dogs' sind ein
Genuss, weil das Fleisch aus der Schweiz kommt -
nur Tiermehl und Hormone kommen aus England und
Belgien. Während wir Weltmeister von Wortschöpfungen
werden, die mit Buchstabenreihen wie "Scheinselbständigkeit"
oder "Ich-AG" oder "Minister-(Riester)-
Rente", sich über ihre Gefangenschaft mit
erträglichem Ausdruck hinweg täuschen oder
beschweren, wirkt die Willkür des Willens mit
jeder Nachricht auf uns ein. Philosophen und
Psychologen entging in der Auseinandersetzung um
"frei" oder "nicht frei" die
Tatsache, dass sie sich im Streit um das Prädikat
(frei) dem Nomen (Willen) endgültig zur Verfügung
stellten. Sie dachten gar nicht mehr daran. Darin
besteht auch die Falle, denn der Mensch kann
nicht zwei Dinge gleichzeitig denken.
Unterm
Druck der Ereignisse, - etwa um den Psychiater
Karakzitsch, der als serbischer Kriegsverbrecher
noch heute in Freiheit lebt, nachdem er den
Widerstand seines Gewehrkolben tausendfach an
menschlichen Köpfen ausprobiert hatte, - ist plötzlich
kleinlaut und beschwörend von halben Freiheiten
die Rede. Von "Willensfreiheit" und
"Entscheidungsfreiheit" wird gemunkelt,
als wäre die Freiheit teilbar geworden. Die rein
psychologische Freiheit grassiert in unseren Köpfen
auf eine Weise, dass uns die metaphysische
Einsicht in die tieferen Ursachen der
Willenlosigkeit und der Willkür zwangsläufig
verschleiert bleiben.
So
kam es zum Entwurf einer "psychologischen
Willensfreiheit", die jeder für sich
beanspruchen kann, bis er nicht mehr weiter weiss.
Wenn er dann tatsächlich nicht mehr weiter
weiss, schicken ihm die Götter die Krankheit, in
der er sich am besten erkennen kann, um den Rückweg
und die Besinnung doch noch zu schaffen. Selbst
gegen diese Krankheit wird aber noch ein Feldzug
geführt, sodass sie allenfalls eine Alternative
zum "Heiligen Krieg" darstellt, über
dem man auf dem Rückweg ebenfalls bei "Gott"
eingehen kann. Der Entwurf der "psychologischen
Freiheit" hat unsere Verstrickungen
keineswegs aufgehoben, sondern sogar
intensiviert, weil wir die Verstrickung jetzt
passiv erleben im Glauben, wir hätten unser
Schicksal und unser Leben voll in der Hand.
Das
Erleben der Wunderwelt wurde zum passiven Erleben
von Verstrickungen, in dem jetzt das Erlebnis der
Wunden gefeiert wird, die wir uns täglich zufügen.
Konkret sehen wir dies im nahen Osten zwischen
Juden und Pästinensern: Im Tod ihrer Angehörigen
holen sich beide Seiten jeden Tag die
Berechtigung, weitere Angehörige zu opfern.
Wohlverstanden - Angehörige nicht Gegner! Es
sind ja die Angehörigen, die zählen, weil der
Schmerz allein über sie zustande kommt. Genau
deren Leben setzen sie im kurzen Tagestriumpf über
einige getötete Feinde also andauernd aufs Spiel.
Ohne den Entwurf eines "freien Willen"
wären beide Seiten gezwungen, nach Bedeutung und
Absicht jenseits ihrer eigenen Willensrichtung zu
fragen - davon sind beide weit entfernt. Der
willkürliche Entwurf einer psychologischen
Willensfreiheit, - die wir nicht haben, weil sich
Freiheit selbst psychologisch nicht aufteilen lässt,
- hat also viele, unendlich viele Opfer geschafft.
Mit
dem Angebot der "Willensfreiheit" haben
wir uns zwar der Verstrickung in Wunder entledigt.
Doch der Wille, der sich frei wähnte, zog mit
halben Gedanken, auf halbem Weg, mit halbem
Lebenspotential, auch die andere Hälfte des
Ganzen - nämlich Besinnung, Rückzug und
Schicksal - an. Die psychlogische Befreiung von
Wundern wurde zur globalen Verstrickung in die Zwänge
und Besessenheiten vom 8. Haus, weil nicht mehr
die Bilder und ihre Bedeutung angestrebt wurden,
sondern plötzlich ihr Machtpotential selber! Wir
sind damit buchstäblich in der Hölle gelandet.
Ist
man einmal verstrickt in die Energie selbst, gibt
es auch kein Bild mehr, von dem man sich lösen könnte.
Die Ablösung von den Bildern findet nicht mehr
statt, der Rückweg ist verperrt, die Besinnung
wird durch Nabelschau ersetzt, die echte Berührung
stagniert, weil wir bereits Namen und Zeichen
wissen, zu allem, was noch kommt oder kommen mag.
Diesen gefilterten Verstand finden wir bei
Psychologen, wie Siegmund Freud, C. G. Jung, und
vielen anderen, bei denen sich Uranus und Sonne -
Wille und Weg - gleichermassen im 7. Haus
plaziert. Darum taucht auch der Wille der USA mit
dem progressiven Uranus jetzt ins 6. Haus ab,
weil die Willkür inzwischen Namen erhalten hat.
Hollywood ist krank geworden, die Traumfabrik ist
zur Besinnung gekommen, als sie von ihren eigenen
Bildern zum Rückzug gezwungen wurde. Der Mensch
ist seinem Bild vom Teufel buchstäblich in den
Sack gesprungen, den er von innen her auch noch
selber freiwillig zugeschnürt hat, um voller
Stolz jedermann zu winken dabei. Diese Leistung hätte
tatsächlich einen "Oskar" verdient!
Dass Menschen, in der Welt ihrer eigenen
Vorstellung verpackt, ohne Erröten sagen können:
"Wir sind frei!" ist das Wunder, das
uns die "Psychologie" tatsächlich
gebracht hat.
(c)
Auszug aus dem Buch der Triebwelt von Edgar
Valentin Flückiger
(Das
vollständige Buch ist im Horoskoprogramm ARIADNE
enthalten).
> Der Dollar ! < Rezession seit 5
Jahren auf 2001 prognostiziert!
Wenn
es einen freien Willen gäbe, könnte man mit
Sicherheit keine astrosophische Prognose etwa zum
Dollar erstellen, denn es wäre für den
Prognostiker ja selbstverständlich, dass ein
verantwortlicher Wille es gar nicht bis zum
"Crash" kommen liesse.
Mit
der Einsicht überkommt den Prognostiker aber
nicht ein "Gefühl der Macht", wie das
gern dargestellt wird, sondern er ist diesen
Energien ja ebenfalls ausgeliefert - nur nimmt er
sie wahr! Und zu dem, was
der Mensch wahr nimmt, soll der Mensch stehen,
und nicht von seinem "freien Willen"
daher schwafeln, weil er sich selbst nicht mehr
spürt.

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