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Wie der Plan der Planeten wirkt und wie er sich im Horoskop ausdrückt

18.07.04

Edgar Valentin im Gespräch mit TV-Produzent Hans Samuel Scherrer 

Frage: Ich habe ihr Buch der Triebwelt gelesen und war fasziniert. In anderen Büchern über die Astrologie fand ich dagegen ganz andere Ansätze von Erklärungen. Es gibt also innerhalb dieses einen Systems fast gegenteilige Ansichten. Nun also: Ist die Astrologie in der Lage, eine simple Frage ohne hochkomplizierte Theorien, Hypothesen und Mutmassungen einfach und klar zu beantworten?

Antwort: Nämlich...?

Frage: Nämlich die ihrer Existenz - die sich angeblich darauf begründet, dass sie wirkt?

Antwort: Warum sollte sie dazu in der Lage sein, sie ist mehr oder weniger in die Psychologie übergekippt, und die wiederum setzt sich bekanntlich aus reiner Gesprächstherapie zusammen. Man denkt - passiv oder aktiv - darüber nach, wie sich eigene Komplikationen anderen vermitteln lassen - also ein ausgeklügeltes Übertragungsprinzip.    

Frage: Wie wirkt Astrologie?

Antwort: "Astrologie" wirkt überhaupt nicht. Es sind die Planeten, nicht unsere Logik, die wirken. In der sogenannten "Psychologie" wirkt auch nicht unsere Logik, und nicht Mal die Psyche, sondern die Psyche und was wir darunter verstehen, ist den Wirkungen ausgesetzt. Man muss solche Verhältnisse erst klar stellen, um nicht schon im Anfang falsche Schlüsse anzuzielen. 

Frage: Was also wirkt?  

Antwort: Das Zusammenspiel der Kräfte, aus der sich die Qualität der jeweiligen Energie ergibt. Es wirkt also alles, was zur Wirklichkeit gehört. Aber da befindet sich unser Verstand nicht darunter. 

Frage: Unser Verstand bewirkt nichts? Das kommt einem aber anders vor, wenn man die heutige Welt betrachtet. 

Antwort:  Ich habe nicht gesagt, dass unser Verstand nichts bewirkt, ich sagte, dass er sich nicht in der Wirklichkeit befindet. Somit kann er - glücklicherweise - nur innerhalb seines eigenen Rahmens wirken. Und in diesem Rahmen hat die Wirklichkeit nicht Platz. 

Frage: In diesem Rahmen ist es also unmöglich, zu sagen, ob die Gestirne und Planeten eine Auswirkung haben? 

Antwort: Doch man kann das sagen. Aber die Antwort ist nur möglich, wenn sie von der Begrenzung unseres Verstandes ausgehen, der sich innerhalb eines bestimmten Rahmens der Wirklichkeit betrachtet. Wenn sie aber sagen, eine solche Grenze lasse ich mir nicht gefallen, denn ich will mich nicht einfach begrenzen lassen, müssen sie sich der Meinung von Statistikern und Experten unterwerfen, die ihre Antwort jetzt für sie finden werden. 

Frage: Warum fanden Planetenforscher wie etwa Michel Gauqueline oder Gunter Sachs zwar Argumente für die "Astrologie", aber nicht eindeutige Beweise? 

Antwort: Weil sie statistisch vorgingen. Das habe ich ja eben gesagt: Sie haben gesammelt, nicht geforscht. Sie haben sich auch nicht lange mit dem Zusammenspiel der Planeten befasst. Sie sind gleich zur Sonne übergegangen. Sie haben die Besetzung von Horoskop-Häusern und Zeichen und sogar Partnerschaften aufgrund von "Sternbildern" und Sonnenstand nach Häufigkeiten ermittelt. Um sich daraus ein Urteil zu bilden. Sie haben nie nach dem Plan der Planeten gesucht, sondern nach einem Urteil. Nach ihrem. Doch Planeten urteilen nicht, also kann man ihre Wirkung mit Urteilen gar nicht finden. Suchen kann man zwar danach, aber man sucht dann umsonst.        

Frage: AstrologInnen tun das mitunter auch. 

Antwort: Sicher, weil sie ja "Astro-Logie" betreiben wollen. Also ein Gewerbe. Das ist wie das spirituelle Gewerbe der Kirche, wir sind da nur am anderen Ende der selben Fahnenstange angelangt. Wie die Kirche ungefragt Kinder tauft, beugen sich AstrologInnen ungefragt über Kinder, um aus ihren Daten ein Horoskop zu erstellen. Eine ungeheuerliche Beeinflussung setzt sich damit in Gang - gegen die sich das betroffene Kind gar nicht zur Wehr setzen kann. 

Frage: Aber Sie sagten, unser Verstand kann ja der Wirklichkeit nichts anhaben.  

Antwort: Der Wirklichkeit nicht, aber dem Kind, das auch einen Verstand hat, mit dem es später durchs Leben gehen muss. 

Frage: Haben Sie von ihren eigenen Kindern keine Horoskop erstellt?   

Antwort: Doch, natürlich habe ich das. Und sie habe ich dann auch begleitet. Aber nicht für fremde Kinder an fremde Eltern, die ich nicht kenne und wo ich nicht weiss, was letztlich daraus wird und wie sie die Interpretation übersetzen. Ich habe einem Verwandten das Horoskop für ein Kind abgelehnt.    

Frage: Und getauft? 

Antwort: Da ich nicht der liebe Gott bin und er mich nicht dazu aufgefordert hat, können sich meine Kindern später taufen lassen - falls sie dies wollen. Das müssen Menschen selber entscheiden dürfen. Dafür sollten sie erst erwachsen werden, und diese Zeit muss man ihnen lassen.       

Frage: Warum ist die Astrologie, selbst mit Computern, den Beweis bisher schuldig geblieben? 

Antwort: Ist sie das? Die Sammlung von Gunter Sachs hat nichts gegen die Wirkung der Planeten hervorgebracht, sondern im Gegenteil, allein schon der jeweilige Sonnenstand der zwölf Gruppen oder Zeichen ergab als Resultat gravierende, nicht erklärbare Unterschiede. Falsch war aber, dass sie sich schon von Anfang an nur auf Zahlen verlegten. Mehr kam dann auch nicht dabei heraus. Ich glaube, die waren selber sogar ganz zufrieden mit dem Resultat. Das ist, gemessen am Aufwand den sie betrieben, aber karg. Aus Sicht der Zeitungshoroskope war das vielleicht ein Erfolg, die beschreiben "Stiere" und "Waagen" auch anders, allerdings jedes Mal auf die genau gleiche Art und Weise anders. Normalerweise geht man aber einen Schritt weiter, wenn einem der erste gelang. 

Frage: Was haben Gunter Sachs & Co also falsch gemacht. 

Antwort: Sie haben den Weg von Bern nach Berlin nach Kilometern gemessen, einen Weg, den jeder anders erlebt, nicht nur weil er andere Begegnungen hat. Ihr Bericht blieb somit auf Zahlen beschränkt. 

Frage: Also auf Mathematik.

Antwort:  In den Fragen nicht ganz, aber so sind sie vorgegangen, ja. Sie versuchten sich rein wissenschaftlich zu verhalten, um damit Daten und Menschen zu versöhnen. Das kann man nicht. Und die Daten waren noch ausgerechnet Geburtsdaten! Die es so gar nicht gibt. Geburtsdaten sind auch Enddaten - von Schwangerschaften beispielsweise. Sie sahen nur die Geburt darin. Also haben sie Physik nachgeahmt und die Biologie, die weiss, dass niemals zwei Dinge identisch sind,  nicht Mal beachtet. Was dabei herauskam war ein Zeugnis der Mechanik unseres Geistes, aber leider nur ein Vorführmodell, keine Beschreibung davon. Die Beschreibung muss sich jeder Leser selber vorstellen.      

Frage: Und wonach hätten sie fragen sollen?  

Antwort: Anstatt ein astrosomatisches Rally zu veranstalten, hätten sie fragen sollen: "Wie gehörlos, taub und blind sind wir in Wirklichkeit?" Denn das sind wir alle mehr oder weniger. Doch die genaue Mixtur davon ist nicht so einfach zu messen. Auf die Frage: Wählen Sie links oder rechts? da gibt es maximal drei Antworten darauf. Daraus entsteht dann eine Statistik, die in der Realität stimmt, aber am Ende trotzdem nicht immer aufgeht. Also nicht mal derart einfältige Statistiken werden Wirklichkeit, obschon sie in einem bestimmten Moment real stimmen mögen. Daher zeugt es von einer unheimlichen Arroganz, sich mit Kilometerfragen und der Wegbeschreibung zu einigen Tankstellen in ein solches Unternehmen zu stürzen. Es hat mit Mut nicht das Geringste zu tun, wenn man damit nirgendwo ankommt. Ich glaube, die Gilde um Gunter Sachs hat noch immer an Porsches gedacht - an Geschwindigkeit, an Fortbewegung und Verkauf, nicht an Tiefgang und die eigenen Grenzen.             

Frage: Kann man vermittels des Geburtshoroskop die Wirkung überhaupt beweisen? 

Antwort: Genau darin liegt der Verpackungsirrtum der modernen Künste und ihrer Märkte. Es ist die Arroganz der Physiker gegenüber den Biologen. Das Geburtshoroskop ist in erster Linie das Horoskop von einem Ende, nämlich vom Ende der Schwangerschaft, vom Ende der Wirklichkeit. Dann wird alles umgedreht. Wir selbst kommen sogar verkehrt auf die Welt. Und nun wird das Horoskop vom Ende des Lebens davor, zum Horoskop vom Anfang in die Erscheinungswelt danach. Ab diesem Moment tickt aber die Uhr! Für uns alle. Das haben die Hobbyforscher völlig vergessen. 

Frage: Und welche Konsequenz ergibt sich daraus?      

Antwort: Die Konsequenz ist die, dass jetzt etwas in Bewegung gerät. Auch das müssten Porschefahrer eigentlich wissen. Nur die Bewegung, und nicht die Tatsache, dass ein Fahrzeug halt ein Fahrzeug ist, sagt grundsätzlich etwas über die Qualität des Vehikels aus. Dass es ein Auto ist, wissen wir ja bereits. Und wenn es sich um einen Menschen handelt, mit allem drum und dran, wissen wir das auch. Bei diesem Wissen sind die Kritiker und jene Befürworter aus Absatzgründen bisher alle stehen geblieben. Auf der Plattform sozusagen, um dort zu vermuten, was alles möglich oder nicht möglich wäre. 

Frage: Damit tun sie das, was man der Astrologie immer vorwirft?   

Antwort: Exakt, so ist es. Und die "Astrologie" kam deshalb unter die Räder, weil es Astrologen gab und gibt, die auf diese Logik eingingen und nun - eben mit (Astro-) Logik  versuchten, diesen Schwachsinn zu parieren. Dadurch wurde die Sternkunde durch die "Astrologie" selber schwachsinnig. Denn auf diese Weise sollte Astro ja auch logisch werden. Das heisst, sie wurde durch die Logik entwertet. Das ist wie bei der Psychologie, ein pseudo-logisches System, das sich bisher noch jedem Regime untergeordnet hat, um ein wenig Anerkennung zu erhalten. 

Frage: Mich interessiert noch die Plattform, das Geburtshoroskop. Was sagt dies aus?  

     Antwort: Dass es noch keine Uhrzeit gibt! Insofern nichts, was wir selber nicht schon besser wüssten. Oder wissen sie nicht, dass die Formel-1 Klasse unsere Strassen gar nicht benutzen kann? Wir wissen also, dass man mit einem Schnellboot nicht langsam fahren kann oder soll. Der unabhängige freiheitsliebende Wassermann ist gegenüber fast allen anderen so "frei", weil er mit einer Person oder in eine Sache völlig verstrickt ist. Ich kenne keinen, bei dem das nicht so wäre. Aber auf der Plattform konzentriert man sich jetzt ausschliesslich auf seine Freiheit - das lässt sich dann jeder gerne gefallen. Doch ist er ein Formel-1-Fahrer, aber er hat keine Strasse zum Fahren. Das ist so, weil die Uhr noch nicht tickt, man nennt das die Anlage. Aber nun kommt das Leben, Bewegung, das Ticken der Uhr. Und damit verändert sich alles. Es gibt Leute, die wollen auf solche Tatsachen erst Hinweise, damit sie sich selber wahrnehmen können. In der Wahrnehmung der Veränderung liegt die Stärke der Planetenkunde. 

Frage: Die aber nicht im Geburtshoroskop ersichtlich ist?

Antwort: Selbst Statistiken macht man mit Umfragewerten, die sich verändern - nicht mit feststehenden Plattformen. Und Veränderung sehen manchmal so aus: Wenn unter einer Venus - Saturn Progression zwei Partner sich gegenseitig davon laufen, ist es oft so, dass sie später, wenn sie sich wieder treffen, noch stärker verbunden sind als vorher. Die Statistik hält sich aber beim Davonlaufen auf, sie endet dort. Das ist unser Rahmen. Doch gibt es Trennungspunkte, die uns erst recht verbinden! Wie nennt man dies jetzt? Trennung oder Bindung? Eine Trennung hat zwar stattgefunden, aber sie verband uns erst recht. Denken sie dabei nur an den Tod. Oder an das Geburts-Horoskop, das uns bindet, als wir uns von der Mutter getrennt haben. Diesen Wechsel sieht man im Horoskop, weil andere Achsen gleichzeitig zeigen, worauf diese "Trennung" hinaus läuft. Mit ihrer Vielfalt muss man sich beschäftigen, nicht mit der Einfalt von einem einzigen Aspekt oder der Sonne in einem bestimmten Zeichen. Wer die Arbeit an diesem Komplex nicht auf sich nimmt, weil er meint, er lasse sich nicht beschränken, ist es tatsächlich. Diese Beschränktheit spiegelt sich dann oft in komplizierten Abhandlungen wider.               

Frage: So gesehen besitzt das Buch von Gunter Sachs "Die Akte Astrologie" nicht einmal mehr Unterhaltungswert. Fällt die Frage: Wer ehelicht sich mit wem? überhaupt noch in den Bereich der Sternkunde?

Antwort: Natürlich, falls man sich nicht allein auf den Sonnenstand und das Geburtshoroskop beschränkt. Und sofern man nicht im Zeitlosen umher agiert- man könnte im Leben ja auch mehrmals heiraten. 

Frage: Dann habe ich, würden Sie wohl sagen, einen Umweg gemacht. 

Antwort: Ich würde sagen, Sie haben eine Abkürzung genommen? Und haben immerhin erfahren, worauf sich Planeten und Gestirne nicht beschränken lassen. 

Frage: Einige Stellen klangen fast spannend, aber nach dem Wortschwall war die Ernüchterung irgendwie nicht plausibel...   

Antwort: Es existiert kein Buch, das die Sternkunde widerlegen könnte. Und warum wohl? Sie gehen beschränkt vor. Innerhalb des pseudo-wissenschaftlichen Anspruchs, dass jede, aber auch wirklich jede Erscheinung unter denselben Bedingungen geboren würde. So blieb auch die Ernsthaftigkeit von Sachs & Co absolut minimal, ich möchte sogar sagen, sie war gar nicht vorhanden. Sie sind mit einem Verstand vorgegangen, der auf die Kenntnis der Mechanik des Geistes, der das ja erst tut, verzichtete. Mit anderen Worten: sie haben ihre eigene Unkenntnis untersucht. Noch dazu an einem Ding, über das sie keine Erfahrung besassen. Das ist keine mangelhafte Untersuchung, es ist gar keine Forschungsarbeit, sondern ein sinnloser Akt. Wenn man weiss, dass ein Gebilde komplex ist - und soviel sollte man von Lebewesen schon wissen - kann man nicht mit Wetterkarten daherkommen, um die Lebewesen den Wetterkarten anzupassen. Zudem setzt die Karte nicht das Wetter in Gang. Und selbst das Wetter lässt sich von anerkannten Meteorologen nur für ganz kurze Zeit voraussagen. 

Frage: Zumindest dem Rahmen der Wahrscheinlichkeit (in der Astrologie) haben solche Untersuchungen vielleicht ein wenig geholfen. 

Antwort: Das sehe ich anders. Wer im Nachhinein Psychologen wie Jung und Freud anruft und allein mit Wahrscheinlichkeit, dem Unbewussten und Synchronizität argumentiert, bei dem ist was schief gelaufen. Doch dann, aber erst danach, wenn solche Vorhaben in Wirklichkeit schief gegangen sind, berufen sie sich alle - auch hier wieder: wirklich alle! - auf C. G. Jung oder Siegmund Freud, die beide ihre Sonne und ihren Uranus im siebten Haus stehen hatten. Das bedeutet: Jetzt wird um die eigene Meinung prozessiert! Sogar Jung und Freud selber haben das gegen einander getan. So etwas nennt man einen Bewusstseinsstreit, über den zwei Besserwisser sich an einander schadlos halten.     

Frage: Es waren aber auch Astrologen dabei.

Antwort: Eben. Man kann nicht AstrologIn und Statistiker in einem sein. Sonst ist man ein Mischwesen. Und das Gewerbe von Mischwesen wird bekanntlich als Gemischtwarenhandel bezeichnet. Darum noch einmal: ich kennen keinen, der das Recht hätte, über die Wirkung der Planeten zu urteilen, wenn er die nicht eingehend erfahren und nebenbei das Handwerk der Horoskopie gründlich studiert hat. Und den gibt es nicht.    

Ich will Ihnen noch ein Beispiel nennen: Es gibt Datenbanken bekannter Leute und Unmengen von Zeitungen mit Todesanzeigen von weniger Bekannten. Wir haben einmal Todeszeitpunkte in der Progression von Tausend Horoskopen untersucht. Selbst wenn ich es gewollt hätte, wäre daraus aber keine Statistik entstanden. Die Progression war bei allen anders, aber sie hatten auch alle etwas gemeinsam, das andere Progressionen nicht hatten: Es war die Bündelung der gleichzeitigen Erschwerung aller Achsen, die in einem Horoskop vorkommen können. Die Frage ist also nur: Wie wollen Sie das zu einer Statistik verarbeiten? 

Frage: Dann wird man die Planetenkunde niemals nachweisen können?      

Antwort: Man kann sie nachweisen, aber dafür muss man etwas Wirkliches tun. Man muss nicht sinnlose Mengen an Daten sammeln, sondern jedes Horoskop gründlich studieren. Und dann wird man den Spielraum innerhalb seiner Grenzen schrumpfen sehen. Man sollte also Horoskope untersuchen, nicht Berge von Papier ansammeln. Weil dies die Bedingung ist, braucht es nicht fünfzigtausend Daten sondern für jedes einzelne Datum sehr viel Zeit. Faktisch könnten sie die Frage nach der Wirksamkeit an einem einzigen Horoskop beantworten - denn ein Mensch erlebt ja sehr viele Stationen im Leben, die er alle zu einem bestimmten Zeitpunkt erreicht - es mangelt also überhaupt nicht an Daten. Wollte man von Friedrich Nietzsche, oder auch von Roy Black, von Rainer Werner Fassbinder oder von Elvis nach den vorhandenen Daten Untersuchungen ins Internet stellen, braucht man schnell sehr viel Platz dafür.  

Frage: Das ging also auch mit einem Einzelhoroskop, etwa einem Ereignishoroskop. Vielleicht von der ersten Mondlandung?   

Antwort: Aber ja, das wäre sogar ein sehr gutes Horoskop, zumindest zur Verbreitung dieser Nachricht war es ideal. Es gab keinen besseren Zeitpunkt dafür. 

Frage: Das klingt, als ob sie nur die Nachricht glauben, weniger die Tatsache.  

Antwort: Jupiter und Uranus auf Null Grad Waage kommen nur innerhalb von ein paar hundert Jahren vor, es wäre ein gutes Horoskop für jedes grosse Ereignis. Der Anlass könnte also stimmen. 

 Frage: Aber ein Bluff wäre nicht ausgeschlossen? 

Antwort: Vergessen wir unseren Rahmen nicht. Ich habe den Film gesehen, mir kam das damals echt vor. Doch nur die Verbreitung dieser Nachricht, also unsere Meinung, - die sich mit der Realität deckt, vielleicht aber auch nicht  -  ist ersichtlich. Hätten sie geblufft, würden sie sich zumindest den richtigen Zeitpunkt auch dafür ausgesucht haben. 

Frage: Man sieht die ganze Wahrheit nicht?  

Antwort: Das ist unsere "Wahrheit": Wir waren auf dem Mond! Es gibt keine andere Form der Wahrheit für uns, so lange wir sie von aussen beziehen. Oder waren sie dabei? Ich nicht. Es wird überall so erzählt, die Planeten wiedersprechen dem nicht. Es ist auch ein reichlich seltenes Planetenbild dazu vorhanden, was will man mehr.   

Frage: Es gibt also keine andere Antwort, selbst wenn es anders gewesen wäre? 

Antwort: Vom Ereignis her nicht, da müssten sie die Protagonisten untersuchen. Vom Ereignis könnten sie nur mit dem genauen Zeitpunkt sagen, ob es sich dabei um eine "Totgeburt" handelte oder nicht. Wenn dem aber so wäre, was hätten wir davon? Es bliebe trotzdem die Wahrheit, weil Meinungen und Nachrichten, die alle glauben, uns die Wahrheit gut ersetzen können. Wir haben nun Mal nichts anderes. 

Frage: Und wenn Bush verliert im November? 

Antwort: Würden die Planeten dem auch nicht widersprechen - aber die Astrologie schon. Weil die Astrologie ganz klar und eindeutig festhält, dass eine Venus - Jupiter Konjunktion der Karriereaspekt schlechthin ist. Und den hat Bush dann. Er müsste gewinnen.

Frage: Und sie behaupteten schon nach dem 11. 9. das Gegenteil als achtzig Prozent der Amerikaner noch für ihn waren. Könnte er verlieren unter diesem Aspekt von Venus-Jupiter? Oder anders gefragt: Kann man die Planeten täuschen? 

Antwort: Nein, aber ich bin Planetendeuter und gehe nicht so astrologisch vor. Ausserdem darf ich mich selber widerlegen, zumindest versuchen, ob das gelingt. Ich sagte hier auf mehreren Web-Seiten, dass eine Niederlage von Bush die Astrologie widerlegen würde. Und nun darf ich wohl spielen damit.

Frage: Damit halten Sie sich beide Türen offen.

Antwort: Aber an der einen steht Astrologie, an der anderen steht mein Name. Darf ich das? Astrologisch muss Bush gewinnen. Aber ich bin dagegen - so einfach ist das.  

Frage: Mit einer Venus-Jupiter Konjunktion müsste das eigentlich so sein.

Antwort: Trotzdem bin ich dagegen. Sonst haben wir noch einmal 4 Jahre menschliche Auszeit. Oskar Lafontaine stieg mit der Progression Merkur-Jupiter - also auch nicht schlecht - sogar aus der Regierung aus, um mit seinen Kindern zu spielen und ein Buch zu schreiben, in einem Boulevardblatt schreibt er noch heute daran. Jörg Haider gewann unter Sonne- Jupiter mit seiner Partei, die damals in die Regierung einzog, aber er selber zog sich nach Kärnten zurück. Es gibt Verbindungen oder Konstellationen die eindeutig zu gut sind für die politische Bühne. Man sagt nicht umsonst, "Politik ist eine Hure" - Voraussetzungen dazu müssen daher auch im Horoskop vorhanden sein.

Frage: Man begreift das aber auch so: sich nicht aus der Verantwortung stehlen.

Antwort: Wenn sie wirklich Verantwortung wollen, gehen sie besser in die Feuerwehr! Das tun die aber eher selten.      

Frage: Die Sternkunde oder Planetenkunde wird oft von anderen Forschern kritisiert und für Unfug erklärt. Einige wiederum vermuten darin doch eine Wirkung. Kürzlich sagte sogar ein Minister, es war der Deutsche Verkehrsminister Manfred Stolpe, im Fernsehen: Er sei im Stier geboren! und er wollte damit auf seine Beharrlichkeit (etwa nach dem Maut-Desaster) hinweisen.  

Antwort: Für Herrn Stolpe war das als Minister sicherlich nicht die schlechteste Antwort! Er hat damit eine lange Begründung über seine Beharrlichkeit auf einfache Weise verkürzt. Und diese Abkürzung unterstreicht wiederum seine Sonne im Stier, denn das tun "Stiere" gern. Der "Stiergeborene" Saddam Hussein hat auf die vielen Fragen seiner Richter kurz und bündig geantwortet: "Das ist doch alles Theater, der wahre Schuldige ist Bush!"   

Frage: "Stiere" reden also am liebsten im Telegrammstil?      

Antwort: Wenn sie wegen ihrer Langeweile angegriffen und vorgeführt werden schon. Das machen Blair, Milosevic und Saddam derzeit. Die sind halt ein wenig fantasielos und kramen dann im Spiegelzeichen vom Wassermann herum, wenn sie Angst spüren - also beschäftigen sie sich vor allem auch mit dem Absatz der sogenannten Astrologie. Die wollen sich selber schützen damit. Gerade das ist jetzt Sonnenstands-Astrologie, wie sie Zeitungen - im besten Fall - betreiben. 

Frage: Wie halten Sie es mit echten Kritikern? 

Antwort: Ich kenne keine. Sie meinen sogenannte Experten? Das ist doch Stumpfsinn. Es gibt wirklich keine! Mir ist keiner bekannt, der auch nur im Ansatz die Echtheit besitzt, die ihm das Recht gäbe, über die Planetenkunde oder das Sterndeuten "abzuklären", also mit Fug und Recht darüber kritisch zu reden. Ich wüsste nicht, woher er sich dieses Recht geholt hätte. Die reden ja auch nicht über das Sterndeuten, das ist für sie ohnehin tabu, die reden von der Astrologie! Aber selbst die kennen sie nicht, denn würden sie sie kennen, wären sie Astrologen geworden. Man kann Erfahrungswissen nicht in zwei, drei Jahren erwerben. Man benötigt ein Leben lang dazu. 

Frage: Welche Erfahrungen haben sie mit Kritikern gemacht? 

Antwort: Es ist schon ein Weile her, als mir nach etwa einem Dutzend klar wurde, dass ich jedes Wort schon einmal von einem anderen gehört hatte. Reiht man sie alle aneinander hört man dem Klappern einer Gebetsmühle zu, die kein Wasser mehr antreibt und daher auf viel Wind angewiesen ist.     

Später wurden sie stiller. Denn immer wenn sich so ein Allerweltsexperte über Sternkunde - selbst im Sinne der "Astrologie" - auslassen wollte, musste ich ihm zuerst erklären, woran er selber glaubt. Verstehen Sie: Er wusste es nicht! 

Frage: Worauf lief das hinaus?

Antwort: Darauf, dass einer sich ein Leben lang mit Gläubigern und Schuldnern, oder Gläubigen und Schuldigen herumschlug. Je nachdem, ob er seine Weihe in der Kirche oder im Unterricht erhalten hatte. Es gab auch Wechselhafte, die als ausgebuffte Nihilisten von Gläubigern wieder zu Gläubigen wurden. Oder als wehleidige Schuldner wieder zu wackeren Schuldigen. 

Frage: Haben Sie schon viele Kritiker bekehrt? 

Antwort: So weit ich mich erinnern kann, keinen. Und Kritiker woran denn? Wissen Sie, wenn einer vom Saulus zum Paulus wird, ist das ohnehin suspekt. Der hat dann - wie Paulus selber - meistens etwas Bestimmtes vor, und das kann nicht der Sinn eines Wandels sein.   

Frage: Und selbst die Astrologie kritisierte keiner mit Recht? 

Antwort: Auch nicht, so lange sie nicht wissen, wovon sie reden. Die Kolumnen von Astronomen oder "Glaubensforschern" die sich gegen die Astrologie anstellen, kann man schon billiger haben als Zeitungshoroskope. Es ist der schiere Aberglaube an die Zahl eins oder den lieben Gott, auf der ihre Logik aufbaut und was sie damit verbreiten. Eine Zeitung kauft das heute nicht einmal mehr, denn lesen tut es ohnehin keiner. Verstehen Sie mich recht, ich brauche solchen Experten das Recht zur Kritik nicht abzusprechen, sondern es gibt diese Recht gar nicht, wenn man es sich nicht selber erarbeitet hat. Und über Sternkunde wie über Auswüchse in der Esoterik zu schwadronieren, damit deklassiert sich ein Kritiker, der glaubt, dass die Dinge zwischen Himmel und Erde nur in seiner eigenen Birne hausen, auch auf seinem eigenen Fachgebiet, das er möglicherweise nicht beherrscht. Ahnungslose stellen sich für alles Nützliche zur Verfügung, man hält sich eben an den Nutzen, wenn einem der Sinn verschlossen bleibt.  

Frage: Können Sie mir zum Abschluss noch etwas über das Urteilen oder Verurteilen von bestimmten Fachwissens durch Experten ganz anderer Fachgebiete in den Medien sagen? 

 Antwort: Sie meinen in Sachen Sterndeutung, Astrologie? 

Frage: Nicht nur, eher allgemein. Wir kriegen als Redaktion beispielsweise immer leicht eine Stellungnahme von verschiedenen Astronomen, wenn es darum geht...

Antwort: Ach so, - ich glaube, die würden für die Veröffentlichung ihrer Expertisen sogar bezahlen. Sogenannte "Expertisen" entstehen, weil der Mensch über die Erscheinungen, denen er begegnet, nur urteilen kann. Damit hat ja alles angefangen. Die Erscheinungen lassen ihm keine Ruhe, darum lässt er ihnen ebenfalls keine Ruhe mehr. Als Menschen fühlen wir uns in unserem Wissen bedroht und bedrohen daher ebenfalls mit Wissen. Dies ist das Muster unseres Tagesverstandes. Nehmen sie die derzeit denkwürdige "Demokratisierung" im Irak: Das Erste worüber sie dort demokratisch nachdenken, ist die Wiedereinführung der Todesstrafe, um Saddam Hussein zu töten. Damit will ich nicht die Verbrechen eines Regimes verteidigen, aber dies zur Grundlage in einem Demokratisierungsprozess zu machen, bezeugt, dass einigen das Zeitverständnis völlig abgeht. Man kann doch nicht einfach davon ausgehen, dass solche Dinge - die guten und die bösen - sich jetzt rein zufällig zeitgleich abspielen. Also Demokratie und Todesstrafe. Das heisst, wir bauen Freiheit auf, aber gleichzeitig wollen wir uns noch an unseren Feinden rächen. So kommt es dazu, dass Wutentbrannte jetzt als Hobbyrichter über Leben und Tod walten dürfen, obschon sie keine Ahnung vom Metier haben, das sie nun ausüben. Man kann nicht nur, man muss solche Zusammenhänge als Un-Sinn unser Logik sogar direkt vergleichen. Wir redeten hier über diese Logik, und es ist nicht unsere Psyche sondern unsere Psycho-Logik, die sich solchen Sauereien unterwirft, indem sie sie irgendwie legitimiert. 

(c) Auszug aus dem 'Buch der Triebwelt' von Sterndeuter Edgar Valentin im Gespräch mit TV-Produzent Hans Samuel Scherrer. Das Buch kann hier bestellt werden. 

  

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